Rede von Prof. Dr.Heitmeyer vom IKG am 09.11.19: “ Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und rechtsextremistische Gewalt“

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und rechtsextremistische Gewalt –
Sensibilisierung für Grenzüberschreitungen zur Normalisierung in Politik und gesellschaftlichem Alltag

Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer
(Universität Bielefeld, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung)

Redemanuskript am 9. November 2019 aus Anlass des Gedenkens an den 9. November 1938 und der Demonstration der Bielefelder Zivilgesellschaft gegen den Marsch der Partei „Die Rechte“.


„Sehr geehrte Demonstrantinnen und Demonstranten, es ist  ein ermutigendes Zeichen für die offene Gesellschaft und die liberale Demokratie, dass in unserer Stadt heute wieder eine  reaktionsfähige und konfliktfähige Zivilgesellschaft sichtbar wird.

Dies ist ungemein wichtig, denn jede Gesellschaft  muss – jenseits aller Verfassungsgrundsätze wie „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – immer wieder öffentlich sichtbar machen, welche Wertvorstellungen im Gemeinwesen gelten sollen. Denn wir erleben ja eine andere Verfassungswirklichkeit: Die Würde des Menschen wird angetastet und vielfach vernichtet.

Lies den Rest dieses Beitrags

Die Kundgebungen gegen die Neonazis am 09.11. in Bielefeld

Wenn am 09.11.19 erneut die Partei „Die Rechte“ durch #Bielefeld marschiert um für eine Holocaustleugnerin zu demonstrieren, werden wir das nicht unwidersprochen hinnehmen!

Wir rufen alle Demokrat*innen auf, gemeinsam erneut ein deutliches Zeichen zu setzen und sich am Samstag, 9.11.2019 an den Aktivitäten für ein buntes und weltoffenes Bielefeld  und gegen Holocaustleugnung zu beteiligen!

Die Kundgebungen im Einzelnen:

  • Auftaktkundgebung Hauptbahnhof
    Beginn 12 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz

anschließend

  • Demo vom Hauptbahnhof zum Landgericht
    Beginn ca. 14 Uhr
  • Demo von den Stadtwerken zum Jahnplatz
    Beginn 12 Uhr vor den Stadtwerken
  • Demo vom Siegfriedplatz zum Willy-Brandt-Platz
    Beginn 13 Uhr am Siggi

– beide Demos treffen sich mit der Demo vom Hauptbahnhof und ziehen dann gemeinsam weiter zur –

  • Kundgebung am Landgericht
    Beginn ca.14.30 Uhr am Niederwall Höhe Rohrteichstraße
  • Menschenkette um das Landgericht
    Beginn 13.30 Uhr an der Sparkasse Detmolder Straße

Bitte beachtet, dass es bereits ab dem frühen Morgen zu Beeinträchtigungen im gesamten Innenstadtgebiet kommen kann!

 

Folgendes hat die Polizei uns zugesichert:

  • es wird zahlreiche Durchlassstellen geben, an denen Bielefelder Beamt*innen (darunter die Quartiersbeamt*innen) stehen werden
  • unsere Demos und Kundgebungen werden grundsätzlich zu erreichen sein, wir sollten allerdings dazu aufrufen, rechtzeitig vor Beginn dort zu sein
  • Übergänge sind bis kurz vor dem Durchzug der Rechten offen für Kleingruppen bis zu 10 Leuten
  • die Polizei bereitet Flyer mit Umgebungsplänen vor, auf denen die Durchlassstellen verzeichnet sind
  • die Straßenunterführung beim „Stolander“ wird barrierefrei durchgängig passierbar sein
  • es werden „Kommunikationsteams“ der Polizei unterwegs sein
  • der Stadtbahn- und Busverkehr wird ziemlich stark eingeschränkt sein.

Wie auch sonst bei solchen Demonstrationen wird der Bielefelder EA während der gesamten Zeit unter 0521-5600690 erreichbar sein.

Der relevante Hashtag für den Tag ist #bi0911

Bitte achtet darauf, dass ihr, wenn ihr Fotos auf social media teilt,  VORHER die Gesichter verpixelt!

 

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Aufruf:
„Am 9. November, dem Jahrestag des
Novemberpogroms, gedenken wir der Opfer des Holocausts. Auch in diesem Jahr finden in Bielefeld an diesem Tag Gedenkveranstaltungen unter großer Beteiligung der Stadtgesellschaft statt.

Wenn es nach dem Willen von Neonazis und Rechtsextremist*innen geht, soll es in diesem Jahr an diesem Tag eine Demonstration anlässlich des 91. Geburtstag der inhaftierten Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck geben. Es sind die gleichen Personen, die bereits am 10. November 2018 eine Demonstration angemeldet hatten. Sie durften unter dem massiven Schutz der Polizei und gegen den Protest tausender Gegendemonstrant*innen stundenlang durch unsere Stadt marschieren.

Die angekündigte Demonstration von Holocaustleugner*innen am 9. November ist eine kalkulierte Provokation der gleichen Neonazis, die bei der Europawahl gezielt antisemitische Plakate vor Synagogen geklebt hatten und die vor gewaltsamen Übergriffen gegen Andersdenkende nicht zurückschrecken.

Längst werden in unserem Land nicht nur Naziparolen gerufen oder der Hitlergruß gezeigt. Die Zahl rechtsextremistisch motivierter Gewalttaten steigt drastisch an. Menschen werden antisemitisch, rassistisch oder homo- bzw. transphob angefeindet, angegriffen und schwer verletzt. Dass dabei auch der Tod von Menschen in Kauf genommen oder sogar vorsätzlich herbeigeführt wird, zeigen die NSU-Morde, aber auch zahlreiche Vorfälle in den letzten Wochen und Monaten. Der Mord an dem CDU-Politiker Walter Lübcke sowie der Terrorangriff auf die Synagoge in Halle/Saale durch Rechtsextremisten machen dringenden Handlungsbedarf deutlich.
Wir stellen uns entschieden gegen Neonazis, Holocaustleugner*innen und ihre Sympathisant*innen in unserer Stadt!

Wenn die Verfolgung und die Ermordung von Millionen von Jüd*innen sowie vieler weiterer Menschen verharmlost und das Naziregime verherrlicht werden sollen, müssen wir dem umso lauter widersprechen.“


Plakat und den Flyer mit dem Aufruf als PDF zum Selbstausrucken findet ihr hier:
PlakatFlyer

 

Plenum zur Vorbereitung des 09.11. am Montag, 28.10.2019 um 19:30 Uhr im Haus der Kirche

Liebe Freund*innen,
hiermit laden wir euch ganz herzlich ein zum

Plenum des Bündnisses gegen Rechts

am kommenden Montag, 28. 10. 2019

um 19:30 Uhr im Haus der Kirche, Markgrafenstr. 7

Folgende Tagesordnung schlagen wir euch vor:
·         Demonstrationen und Kundgebungen am 9. 11. 2019
·         Aufruf und weitere Öffentlichkeitsarbeit
·         Aktuelles/Termine

Im Vorfeld des Plenums fand gestern ein Kooperationsgespräch mit der Polizei statt, über das wir berichten werden.

Für die Durchführung unserer Aktivitäten benötigen wir eine größere Anzahl an Ordner*innen. Interessierte wenden sich bitte an: janina.hirsch@igmetall.de. Außerdem könnt ihr euch beim Plenum in eine entsprechende Liste eintragen.

Eine Ordner*innenbesprechung ist für den Montag, 4. 11. 2019 um 17:30 Uhr vorgesehen. Den Ort geben wir beim Plenum bekannt bzw. teilen wir den Interessierten per Mail mit.

Für unsere Öffentlichkeitsarbeit und Mobilisierung wollen wir den Aufruf sowie Plakate in A4 und A3 nutzen, die ihr selbst ausdrucken könnt. Eine größere Anzahl des Flyers sowie der Plakate werden wir in gedruckter Form ab Ende nächster Woche zum Abholen im Haus der Kirche bereitstellen.

Bis zum  27. 10. 2019 nehmen wir weitere Unterstützer*innen entgegen.

Soviel für heute.
Das Orgateam

#Bielefeld #fcknzs #bi0911

Stille Mahnwache am Sonntag, 13.10.

Pressemitteilung des Bielefelder Bündnis gegen Rechts

Das Bielefelder Bündnis gegen Rechts organisiert in Absprache mit der jüdischen Gemeinde für

Sonntag, 13.10.2019 von 12.00 Uhr bis 12.30 Uhr

eine stille Mahnwache mit dem Motto

Gegen Antisemitismus – Solidarität mit unseren jüdischen Mitbürger*innen!“

vor der Synagoge in der Detmolder Straße und ruft alle Bielefelder*innen dazu auf, daran teilzunehmen und ihre Solidarität zu zeigen. Die Mahnwache wird eine ausdrücklich stille Mahnwache sein. Es sind keine Reden geplant.

Nächstes Bündnis Plenum am 09.09.19

Liebe Freund*innen,

hiermit laden wir euch ganz herzlich ein zum nächsten

Plenum
des Bielefelder Bündnisses gegen Rechts

am Montag, 9. 9. 2019 um 19.30 Uhr
im Welthaus Bielefeld (August-Bebel-Str./Ecke Paulusstr.;  Anbau 1. Etage)

Folgendes TOPs schlagen wir euch vor:

  1. Vorstellung neuer Mitarbeiter*innen der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus OWL
  2. Demonstration am 9. 11. 2019
  3. Aktuelles
  4. Termine

Bitte beachtet den geänderten Ort: ausnahmsweise Welthaus!!!!!

Pressemitteilung zur geplanten Kundgebung von „Die Rechte“ am 09.11.19

Das Bielefelder Bündnis vertraut darauf, dass die Polizei als zuständige Versammlungsbehörde diese Demonstration am Tag des Gedenkens an die Pogromnacht von 1938 nicht zulassen wird.

Eine Route durch die Innenstadt wie im November 2018 ist einerseits nach den Erfahrungen des letzten Jahres sicherlich grundsätzlich ausgeschlossen, da eine solch massive Beeinträchtigung der Bielefelder Einwohner*innen nicht zumutbar ist.

Andererseits findet zudem wiederkehrend seit Jahren im Ratssaal im Neuen Rathaus eine Gedenkveranstaltung anlässlich der Pogromnacht statt. Ein Demozug von Faschisten in unmittelbarer Nähe, der dieses Gedenken stören könnte, ist nicht hinnehmbar.

Sollte die Demonstration stattfinden, wird das Bielefelder Bündnis gegen Rechts wie gewohnt friedliche aber deutliche Proteste organisieren.

Bielefelder Bündnis gegen Rechts
Orgateam: Wiebke Esdar, Friederike Vogt, Matthias Blomeier, Klaus Rees, Michael Gugat

Gegendemo gegen „Die Rechte“ am 07.05. um 19 Uhr an der JVA

Liebe Freund*innen,
nachdem die Neonazi-Partei „Die Rechte“ für kommenden Dienstag, den 07.05., um 19.30 Uhr eine Kundgebung (vor der JVA Brackwede in der Umlostr.) aus Anlass des Jahrestages der Inhaftierung der mehrfach vorbestraften Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck angemeldet hat, lädt das Bündnis gegen Rechts zu einer Gegenkundgebung ein.

Unsere Kundgebung findet bereits ab 19.00 Uhr an der Einmündung des Wolfspfads auf den Hermelinweg statt (gleicher Ort wie im letzten Jahr) und steht unter dem Motto: „Holocaustleugnung ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!“.

Bitte beteiligt euch, trotz des etwas ungewohnten Termins zahlreich, und bringt Transparente mit!

Zur Anreise:
Über den Hermelinweg besteht an diesem abend keine Zufahrtmöglichkeit! Da die JVA sehr schwer per ÖPNV zu erreichen ist, haben wir mit der Polizei vereinbart, dass wir einen Fahrrad-Korso aus Quelle über die Queller Str. und die Eisenstr./Zinnstr.(über die Brücke über die A33) zum Versammlungsort veranstalten. Treffpunkt ist 18:30 Uhr an der Carl-Severing-Str./Ecke Queller Str.

Für die Anreise mit PKWs ist die gleiche Strecke vereinbart. Bitte parkt entweder in der Eisenstr. jenseits der A33-Brücke oder am Wolfspfad (hinter der Bebauung) jenseits der Autobahnbrücke.

Für aktuelle Infos achtet bitte auf unsere facebook-Seite.
Hier die aktuelle Pressemitteilung der Polizei: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12522/4260992

Herzliche Grüße

Euer Orgateam

Nicht egaL! AfD nervt! – AfD nerven!

Die AfD fühlt sich in Lage pudelwohl. Das nervt! Nun wird zurückgenervt!

Am Freitag, den 12. April will die AfD anlässlich der Europawahl erneut die Schulaula am Werreanger für ihre Zwecke missbrauchen.

 

 

Seit über zwei Jahren tritt die AfD immer massiver in der Stadt Lage auf. Neben monatlichen AfD-„Stammtischen“ hält der Kreisverband Lippe der Alternative für Deutschland seine Vorstandssitzungen in einer Lagenser Gaststätte ab. Auch wird regelmäßig das Bürgerhaus über die Stadtverwaltung für Veranstaltungen mit diversen Redner*innen angemietet. Bereits 2017 fand eine Veranstaltung mit Marcus Pretzell (jetzt Die blaue Partei, vormals AfD) im Schulzentrum am Werreanger statt. Für die kommende Bürgermeister*innen-Wahl hat sich nun auch noch der aus Lage-Heiden stammende AfD´ler Uwe Detert aufstellen lassen.

Damit nicht genug: Am 3. Mai ist bereits eine nächste AfD-Veranstaltung in Lage geplant.

Die AfD steht für eine demokratiefeindliche Politik und ist eine rassistische, völkisch-nationalistische Partei. Nicht mehr, nicht weniger.

Für Freitag kündigt die AfD Lippe, Bundessprecher Jörg Meuthen (Berlin), Guido Reil (Essen), Martin Schiller (Münster) für eine Wahlkampfveranstaltung, mit dem Titel „Für ein Europa der Vaterländer“, im Schulzentrum an.

Wir werden dieses nicht hinnehmen. Wir werden da sein und uns laut & bunt bemerkbar machen. In dieser Stadt und anderswo ist kein Platz für die AfD! Die AfD ist keine Alternative – sie ist eine Bedrohung für unser gesellschaftliches Miteinander.

Kommt am Freitag, den 12.04.19 ab 17:30 Uhr zum Werreanger in Lage!

 

ES RUFEN AUF:

–Stand: 09.04. – 16:30 Uhr–

  • Antifaschistischer Arbeitskreis Detmold
  • Arbeitskreis » Gegen das Vergessen «
  • Bielefelder Bündnis gegen Rechts
  • Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Lage
  • DGB-Kreisverband Lippe
  • Initiative gegen Neonazis der Road Crew OWL lemgo*alternativ
  • Jugend- und Kulturzentrum Oerlinghausen e. V.
  • Jusos Lippe
  • Buchhandlung ‚KAFKA & Co.‘
  • Seebrücke Bielefeld
  • Vlothoer Bündnis »Gemeinsam gegen das Collegium Humanum« Woodstick Festival e. V.

Nächstes Plenum am 01.04.19

Liebe Freund*innen,
hiermit laden wir euch ganz herzlich ein zum nächsten

Plenum des Bielefelder Bündnisses gegen Rechts

am kommenden Montag, 1. 4. 2019 um 20.00 Uhr
im Haus der Kirche, Markgrafenstr. 7

Folgende Tagesordnung schlagen wir vor:

  1. Nachbetrachtung Kundgebung der „Patrioten NRW“
  2. Öffentliche Diskussion über die Ereignisse vom 10. 11. 2018
  3. Umgang mit rechtextremen Veranstaltungen im Europawahlkampf
  4. Aktuelles aus Bielefeld und OWL

 

Herzliche Grüße
Friederike, Wiebke, Matthias, Michael und Klaus

Einladung zum nächsten Plenum am DIENSTAG, den 19.02.

Liebe Freund*innen,
hiermit laden wir euch ganz herzlich ein zu einem Vortrag sowie zum nächsten Plenum des Bündnisses gegen Rechts

am kommenden DIENSTAG(!), 19. 2. 2019 um 19.00 Uhr

im Haus der Kirche, Markgrafenstr. 7 (großer Saal im EG)

Folgenden Ablauf des Abends und TOPs für das Plenum schlagen wir euch vor:

19.00 Uhr:
„Versammlungsfreiheit nur dann, wenn es die Polizei erlaubt?“
Dampf im Kessel – Theorie und Praxis des Versammlungsrechts in Bielefeld und anderswo
Vortrag von Prof. Dr. Andreas Fisahn (Uni Bielefeld) mit kurzer Diskussion

 

20.00 Uhr: 
Plenum des Bündnisses gegen Rechts

TO:
– Aktivitäten im Nachgang zur Demonstration am 10. 11. 2018 (Berichte über Innenausschuss des Landtags, Nachbereitungsgespräch mit der Polizei)
– Veranstaltung am 3. März 2019 mit dem OB, der Polizeipräsidentin, Prof. Dr. Andreas Zick und Anke Unger (DGB)
– Planungen für die nächsten Wochen
-Aktuelle Infos/Termine

Bitte beachtet den unüblichen Wochentag!

Auf eure zahlreiche Teilnahme freuen wir uns.

Friederike, Wiebke, Matthias, Michael und Klaus