Archiv der Kategorie: Aktuelles aus OWL

Vortrag: Keine Panik und keine Verharmlosung – »Ein Appell zur Sachlichkeit und lösungsorientiertem Handeln«

Der Arbeitskreis „Gegen das Vergessen“ lädt ein, an einer öffentlichen Veranstaltung teilzunehmen.

Das Thema dieser Veranstaltung:

Keine Panik und keine Verharmlosung
»Ein Appell zur Sachlichkeit und lösungsorientiertem Handeln«
Donnerstag, den 15.03.18 um 19.00 h im Bürgerhaus Lage.

Im Stadtrat von Lage wird aktuell diskutiert, wie Lage sauberer und sicherer werden kann. Anlass für dieses Bestreben seien laut dem Fachbereich Zentraler Service und Ordnung Rumänen und Bulgaren, die in Lage leben und den Roma zugeordnet werden können. Es hagelt Vorwürfe gegen diese Bevölkerungsgruppen und Forderungen nach erhöhten Sicherheitsmaßnahmen werden vorgebracht.

Dieser Vortrag soll die Diskussion vom Rat in die Bevölkerung der Stadt tragen. Er soll ein klares Zeichen gegen Anfeindungen und Alltagsrassismus in den Institutionen der Stadt setzen. Die Referenten Merfin Demir und Markus End wollen über die Faktenlage zum Thema Zuwanderung aus Osteuropa, sowie die mediale Auseinandersetzung mit dem Thema sprechen. Außerdem soll deutlich werden, wie ein friedliches Miteinander in der Stadt hergestellt werden kann, sowie auf die Gefahren von pauschalisierten Anschuldigungen gegen Zuwanderer hinweisen. Probleme sollen sachlich und konstruktiv gelöst werden – frei von Panik oder Verharmlosung.

Merfin Demir ist geschäftsführender Vorsitzender von Terno Drom e. V. – Interkulturelle Jugendselbstorganisation von Roma und Nichtroma in Nordrhein-Westfalen und Dr. Markus End ist Vorsitzender der Gesellschaft für Antiziganismusforschung. Mit diesen beiden konnte der Arbeitskreis Referenten gewinnen, die diese Thematik auf eine sachliche Grundlage bringen werden.
Mitveranstalter ist die „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold“. Die Veranstaltung wird gefördert vom „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben“.

„Wir fragen uns, was ein subjektives Sicherheitsempfinden und die Bildung sogenannter Angstorte mit der Zuwanderung von Rumänen und Bulgaren zu tun haben. Und ob die Gelder aus dem Haushalt der Stadt nicht besser für soziale Maßnahmen gegen eventuelle Probleme, statt in Sicherheitspersonal investiert wären.“

 

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Aktionswochen gegen Rassismus 2018

Im März finden wieder die Aktionswochen gegen Rassismus statt.

Wer sich einen Überblick über die vielfältigen Veranstaltungen verschaffen möchte, findet hier die Programme für Bielefeld und Gütersloh.

Bielefeld:
Programm Bielefelder Aktionswochen 2018

 

„Selbstgefälliger frecher Juden-Funktionär“ – Haft für Sascha Krolzig

„Sascha Krolzig hat sich stets darum bemüht, als Speerspitze der extrem rechten Szene hervor zu treten. Nun wurde Krolzig, langjähriger Funktionär und Bundesvorstandsmitglied der Minipartei „Die Rechte“, wegen Volksverhetzung und Beleidigung vom Landgericht Bielefeld zu einer sechsmonatigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt. Er hatte den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Detmold 2016, unter bewusster Bezugnahme auf ein nationalsozialistisches Vokabular, als „selbstgefälligen frechen Juden-Funktionär“ beschimpft.
[…]
Am 1.9.2017 twitterte Sascha Krolzig: „Deniz Yücel seit 200 Tagen in Haft – 200 gute Tage ohne seine deutschfeindliche Hetze“. Nun kommt der amtlich anerkannte Bewährungsversager selbst für zumindest sechs Monate in Haft – in „deutsche Haft“. Und das ist auch gut so. Weitere Strafverfahren sind noch anhängig.“

Filmvorführung „Nach dem Brand“

Offenes Treffen des Arbeitskreises »Gegen das Vergessen« mit Vortrag

Am Dienstag, den 27.02.2018 veranstaltet der Arbeitskreis »Gegen das Vergessen« ein offenes Treffen.
Dieses findet um 19:00 in der »Begegnungsstätte 360°« in Detmold statt.

Neben Informationen zu den nächsten Veranstaltungen des Arbeitskreises wird es einen ca. 60-minütigen Vortrag geben. Dieser besteht aus zwei Teilen – einer Zusammenfassung der Erkenntnisse aus der Studienfahrt des Arbeitskreises im Oktober letzten Jahres, sowie einem Ausblick in aktuelle Organisationen der extrem rechten Szene und deren Entwicklung und daraus resultierende Ansätze für Gegenmaßnahmen.

Der Vortrag soll eine historische Zusammenfassung der Entwicklungen vor 1933 bis zum Kriegsende mit besonderem Fokus auf die Entrechtung der Menschen und die Entstehung der Vernichtungspolitik bieten. Dazu werden Fotos und Videos unserer Studienfahrt verwendet. Im Anschluss werden aktuelle rechte Strömungen beleuchtet, insbesondere mit Fokus auf unsere Region. Daraus abgeleitet werden Gegenmaßnahmen und Möglichkeiten des bürgerlichen Engagements gegen diese gesammelt und erörtert.

Österreichs extreme Rechte im Zentrum der Macht – Wie die FPÖ den Aufstieg in die Regierung geschafft hat – und was jetzt passieren wird

Die FPÖ ist heute die mit weitem Abstand stärkste extrem rechte Partei Westeuropas – und sie ist im Parteiensystem absolut verankert. Sie sitzt in Regierungen auf Stadt- und Länderebene und hat dabei Koalitionen sowohl mit der ÖVP, als auch mit der Sozialdemokratie. Ihr zentrales Programm heißt Rassismus – und dieser Rassismus ist weit über die Grenzen der FPÖ hinaus etabliert. Doch gleichzeitig geben sich „die Blauen“ vor allem in Wahlkämpfen gern sozialradikal. Ihr zentraler Slogan lautet: „Die soziale Heimatpartei“. Bei vielen ihrer WählerInnen kommt das gut an. An der Regierung hat die FPÖ nun allerdings ein Problem: Eigentlich müsste sie sozialpolitisch liefern, doch das kann und will sie nicht. Denn tatsächlich ist die FPÖ eine im Kern neoliberale Partei.

AntifaschistInnen versuchen die Konfrontation mit der FPÖ seit Jahren, indem sie auf NS-Verstrickungen sowie den Rassismus der Partei aufmerksam machen. Doch die WählerInnen wissen das – und entweder ist ihnen das egal, oder sie finden es gut. Die Aufklärungsarbeit geht ins Leere, die FPÖ wird stärker. Doch gleichzeitig hat die Partei eine Achilles-Ferse: die soziale Frage.

Nicht zuletzt auch in Hinblick auf den Aufstieg der AfD gibt es vieles zu diskutieren. Wie konnte die FPÖ den Aufstieg zur Macht schaffen – und was wird sie damit anfangen? Was plant die neue Bundesregierung? Welche politischen Positionen vertritt die FPÖ? Was bedeutet es, wenn (ehemalige) NS-Kader, „Identitäre“ und Burschenschaftler im Parlament und in den Ministerien sitzen? Was hat das alles mit Deutschland zu tun? Was können AntifaschistInnen tun?

Referent: Michael Bonvalot ist Journalist und Autor aus Wien.
2017 erschien sein neues Buch „Die FPÖ – Partei der Reichen“
(www.bonvalot.net)

Montag, 26. Februar 2018 | 19:30 Uhr

VHS Bielefeld | Murnau-Saal | Ravensberger Park 1

Veranstalter*in: Argumente und Kultur gegen rechts e.V. in Kooperation mit der VHS Bielefeld und der Antifa AG der Uni Bielefeld

„Rechte Ideen anfechten“ – Kundgebung gegen die 13. Ideenwerkstatt der rechtsextremen Burschenschaft „Normannia Nibelungen“

Am 24. und 25.11.17 findet die 13te Ideenwerkstatt der rechtsextremen Bielefelder #Burschenschaft „Normannia Nibelungen“ statt.

Bei dieser sogenannten „Ideenwerkstatt“ treten jährlich Referent*innen aus dem rechtsextremen Spektrum auf. So waren letztes Jahr Martin Sellner von der Identitären Bewegung und Jürgen Elsässer der rechtspopulistischen Zeitschrift „Compact“ als Redner eingeladen. Aber auch Horst Maler hat hier schon geredet.

Dieses Jahr ist der AfDler Hans-Thomas Tillschneider, Uni Dozent, „Islamwissenschaftler“, Landtagsabgeordneter in Sachsen-Anhalt und einer der führenden Ideologen der AfD, eingeladen.

Deswegen rufen mehrere antifaschistische Gruppierungen aus Bielefeld und OWL zu einer gemeinsamen Kundgebung gegen die Verbreitung rechter Ideen durch die Burschenschaft auf.

Die Kundgebung findet statt am:

Freitag, den 24.11.17 | 19 Uhr
Bielefeld | im Bereich der Schloßhofstraße 96 (Innenstadtseite)

„Bürokraten der Vernichtung- die Judenreferenten der GeStaPo Bielefeld“ – Vortrag

„Die Gestapo gilt als das wesentliche Instrument des NS-Terrorapparates und der NS-Judenpolitik in Deutschland. Das Zuständigkeitsgebiet der Gestapostelle Bielefeld umfasste den Regierungsbezirk Münster und die Länder Lippe und Schaumburg-Lippe. Seit 1935 waren sogenannte Judenreferenten in den Gestapostellen für die Erfassung, die Kontrolle der jüdischen Bevölkerung und die Umsetzung der repressiven Gesetzgebung und letztlich auch für die Deportationen zuständig.“

Ein Vortrag mit Jürgen Hartmann

Donnerstag 23.11.17 | 19 Uhr
Stadthalle Detmold

„CasaPound Italia – Mussolinis Erben“ – Von Lage bis Italien: Neonazis der Road Crew OWL international vernetzt – Vortrag

„CasaPound Italia « nennt sich eine im Jahr 2003 entstandene faschistische Bewegung in Italien. Seit 2013 verfügt CasaPound über den Parteienstatus und tritt als CasaPound Italia zu den Wahlen an. Mittlerweile verfügt die Partei über 11 Sitze in Kommunalparlamenten. Zudem hat sie seit 2013 ihre Niederlassungen italienweit auf über 100 Sitze verdoppelt und ihre Mitgliederzahl auf fast 20.000 verdreifacht. Mit vielen ihrer Diskurse und Aktionsformen hat CasaPound die »Neue Rechte« von den Seminaren und Hörsälen der Universitäten auf die Straßen und Piazzas gebracht.

CasaPound ist mit anderen rechten Gruppen international vernetzt, so auch mit deutschen Neonazis. Die Road Crew Ostwestfalen besucht schon seit mehreren Jahren CasaPound in Italien. Grund genug sie sich etwas genauer anzusehen.“

Ein Vortrag mit Heiko Koch

Freitag, 17.11.2017 | 19:00 Uhr
Schulzentrum Werreanger, Lage | Kleine Aula

Veranstaltungshinweise für Bünde

Liebe Freund*innen,

auch in diesem Jahr möchten wir Euch zu der Veranstaltungsreihe „Erinnern heißt Partei ergreifen“ nach Bünde einladen. In diesem Jahr gab es durch die Herbstferien eine längere Pause, so dass nun nach der Auftaktveranstaltung „Mehr Licht!“, die am 21.10. stattfand, am Donnerstag die Reihe mit der Gedenkveranstaltung am Mahnmal in Bünde ihre Fortsetzung findet.

Solidarische Grüße aus Bünde,

I9NB

Initiative 9. November Bünde
c/o Verein Jugendzentrum Bünde e.V.
https://www.facebook.com/9NovemberBuende/