Archiv des Autors: Bielefeld stellt sich quer!

Demoaufruf: „Faschismus und Holocaustleugnung sind keine Meinung, sondern Verbrechen!“

Mit großer Sorge beobachten wir die aufgeheizte politische Stimmung und den unübersehbaren Rechtsruck in unserer Gesellschaft. Zunehmend müssen wir erleben, dass Naziparolen gerufen, der Hitlergruß gezeigt, Menschen antisemitisch oder rassistisch angefeindet werden. Wir befürchten, dass es zu einer weiteren Enthemmung, steigender körperlicher Gewalt und noch mehr Übergriffen kommt. Dagegen müssen wir gemeinsam Gesicht zeigen!

Wenn die Verfolgung und die Ermordung von Millionen von Juden und vieler weiterer Menschen verharmlost und das Naziregime des Dritten Reiches verherrlicht wird müssen wir dem umso lauter widersprechen.

Für den 10. November 2018 haben Neonazis und Rechtsextremisten anlässlich des 90. Geburtstages von Ursula Haverbeck in Bielefeld eine Demonstration angemeldet, um Solidarität mit der rechtskräftig verurteilten Holocaustleugnerin zu bekunden. Wir rufen alle Demokratinnen und Demokraten auf, dagegen ein Zeichen zu setzen und sich den Demonstrationen für ein buntes und weltoffenes Bielefeld und gegen Holocaustleugnung anzuschließen!

 


Wenn ihr den Aufruf unterstützen möchtet gibt es dazu mehrere Möglichkeiten:

  • im Haus der Kirche in der Markgrafenstraße 7 am Empfang
  • im Fraktionsbüro von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im alten Rathaus
  • per Mail an bielefeld_stellt_sich_quer@yahoo.de

 


Über die geplanten Kundgebungen in ganz Bielefeld informieren wir euch hier, auf Facebook und auf Twitter zeitnah.

Außerdem freuen wir uns, wenn ihr zum nächsten Vorbereitungstreffen am 29.10. um 19.30 Uhr ins Haus der Kirche kommt.

 

 

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Busfahrt zur Demo #unteilbar / Freiheit statt Angst / Stoppt die Polizeigesetze

Busfahrt (hin und zurück)
zur Demo #unteilbar / Freiheit statt Angst / Stoppt die Polizeigesetze

am Samstag, 13. Oktober 2018
Bielefeld Hbf –> Berlin Alexanderplatz
Berlin Siegessäule –> Bielefeld Hbf

Abfahrt Bielefeld, Hauptbahnhof, ca. 5:30 Uhr
Abfahrt Berlin, Straße des 17. Juni, ca. 18 Uhr

Tickets für den Bus gibt’s im Shop von Digitalcourage:

https://shop.digitalcourage.de/busfahrtzurdemounteilbarfsa2018nachberlin.html

 

Veranstaltungshinweis: „Populismus auf Italienisch?“

Das Politisches Café lädt ein:

Populismus auf Italienisch?

Referent: Michael Braun(lebt seit langem in Italien und schreibt u.a. für die Tageszeitung „TAZ“)

Er wird uns in die Hintergründe der Bewegung 5 Sterne (Movimento 5 Stelle) einführen.

Ort: Brot & Zeit, Kleine Howe 2d, (ehemalige Markuskirche)
Wann: Samstag, 23. Juni, 14-17 Uhr



 

 

Italien hat sich nachhaltig in die Schlagzeilen gebracht

Erst die Wahlen im März mit erdrutschartigen Siegen für die sog. Populisten. Dann die seltsam anmutende Koalition von Kräften, die auf den ersten Blick gar nicht zusammen passen:

Der Movimento Cinque Stelle und der Lega. Schließlich das Votum von Börsen, EU-Politikern und dem Staatspräsidenten in Italien, um diese Koalition zu verhindern: die Angst vor der Euro-Krise geht wieder um.

In Deutschland hat sich die veröffentlichte Meinung festgelegt: alles Populismus, alles gleich, ob rechts oder links. Dabei geht unter, dass die Bewegung 5 Sterne alles andere als eindeutig zu links oder rechts zuordbar ist. Alles, was nicht in den Rahmen der Euro-Politik – die ja im wesentlichen von Deutschland mit seiner Austeritätspolitik geprägt ist – passt, ist populistisch, damit unseriös und gefährlich. Damit ist die Analyse fertig.

Spielräume für eine soziale und ökologische Politik, die in anderen Ländern gesehen werden, gibt es für die (vor-)herrschende Meinung in Deutschland scheinbar nicht. Alles Populismus.

In diesem Spannungsfeld von durch ökonomische Zwänge bestimmter, scheinbar alternativloser, Politik und dem Rollback durch rechtsradikale Stimmungen bewegt sich die Bewegung der 5 Sterne. Wir glauben, dass sie wirklich einen Blick in die Tiefe lohnt.

Daher sind wir sehr froh, Sie zu einer Veranstaltung des Politischen Cafes über die „Bewegung der 5 Sterne“ einladen zu dürfen. Im Anhang finden Sie weitere Informationen dazu.

Das Politische Café wird seinem Namen alle Ehre machen und vor allem ausreichend Gelegenheit bieten, dass die Zuhörer auch untereinander aktiv werden können und nicht nur Zuhörer bleiben.

Auf diese hochspannende Thematik und eine intensive Diskussion freuen wir UNS.

Viele Grüße
Politisches Café (c/o Tom von Sehlen)

Kontakt: PolitischesCafe@web.de

Demo: „Keine Solidarität mit Holocaustleugner*innen!“

Demo und Kundgebung gegen den Aufmarsch rechter Kräfte zur Glorifizierung Ursula Haverbecks

Nachdem die wegen mehrfacher Holocaustleugnung inzwischen rechtskräftig zu zwei Jahren Haft verurteile Ursula Haverbeck am Montag, den 07.05. endlich festgenommen werden konnte und inzwischen in die JVA Senne bzw. das Hafthaus in Ummeln überstellt wurde, organisiert die rechtsextreme Kleinstpartei „Die Rechte“ bereits eine Solidaritätskundgebung.

Diese soll am Donnerstag, den 10.05.18 in Bielefeld am Bahnhof Quelle beginnen und dann zu einer Kundgebung am Hafthaus Ummeln in der Zinnstraße 34 führen, in dem Ursula Haverbeck derzeit einsitzt.

Haverbeck wird nicht nur als Dissidentin von den Neonazis glorifiziert, sondern wurde von diesen auch als Kandidatin für die Europawahl aufgestellt.

Haverbeck tingelt bereits seit etlichen Jahren durch Deutschland und tritt regelmäßig auf Veranstaltungen von Neonazis auf, um dort Geschichtsrevisionismus zu treiben und den Holocaust zu leugnen.

Sie ist bereits mehrfach verurteilt worden, jedoch war bis vor Kurzem keins der Urteile rechtskräftig. Inzwischen wurde jedoch das erste Urteil bestätigt und sie wurde zum Haftantritt geladen, wo sie jedoch nicht erschien. Deswegen wurde sie jetzt mittels Haftbefehl gesucht und festgenommen.

Die Ikonisierung und Verherrlichung von Ursula Haverbeck ist nicht akzeptabel, ebenso wenig eine Solidaritätsdemo hier in Bielefeld vor dem Hafthaus, für die „Die Rechte“ versucht, bundesweit Kräfte zu mobilisieren.

Aufgrund der bundesweiten Mobilisierung und der Bedeutung Haverbecks für die Szene rechnen wir mit einer entsprechend großen Teilnehmeranzahl bei den Neonazis.

Von daher fordern wir euch auf, am Donnerstag, den 10.05.18 13 Uhr mit uns ein deutliches Zeichen zu setzen und gegen diese Solidaritätskundgebung mit einer Holocaustleugnerin zu demonstrieren. Wir treffen uns um 13 Uhr auf der Paul-Schwarze-Straße gegenüber des Bahnhofs Quelle.

#nonazisbi #bi1005

https://www.facebook.com/events/210176279787694/

Vortrag: Keine Panik und keine Verharmlosung – »Ein Appell zur Sachlichkeit und lösungsorientiertem Handeln«

Der Arbeitskreis „Gegen das Vergessen“ lädt ein, an einer öffentlichen Veranstaltung teilzunehmen.

Das Thema dieser Veranstaltung:

Keine Panik und keine Verharmlosung
»Ein Appell zur Sachlichkeit und lösungsorientiertem Handeln«
Donnerstag, den 15.03.18 um 19.00 h im Bürgerhaus Lage.

Im Stadtrat von Lage wird aktuell diskutiert, wie Lage sauberer und sicherer werden kann. Anlass für dieses Bestreben seien laut dem Fachbereich Zentraler Service und Ordnung Rumänen und Bulgaren, die in Lage leben und den Roma zugeordnet werden können. Es hagelt Vorwürfe gegen diese Bevölkerungsgruppen und Forderungen nach erhöhten Sicherheitsmaßnahmen werden vorgebracht.

Dieser Vortrag soll die Diskussion vom Rat in die Bevölkerung der Stadt tragen. Er soll ein klares Zeichen gegen Anfeindungen und Alltagsrassismus in den Institutionen der Stadt setzen. Die Referenten Merfin Demir und Markus End wollen über die Faktenlage zum Thema Zuwanderung aus Osteuropa, sowie die mediale Auseinandersetzung mit dem Thema sprechen. Außerdem soll deutlich werden, wie ein friedliches Miteinander in der Stadt hergestellt werden kann, sowie auf die Gefahren von pauschalisierten Anschuldigungen gegen Zuwanderer hinweisen. Probleme sollen sachlich und konstruktiv gelöst werden – frei von Panik oder Verharmlosung.

Merfin Demir ist geschäftsführender Vorsitzender von Terno Drom e. V. – Interkulturelle Jugendselbstorganisation von Roma und Nichtroma in Nordrhein-Westfalen und Dr. Markus End ist Vorsitzender der Gesellschaft für Antiziganismusforschung. Mit diesen beiden konnte der Arbeitskreis Referenten gewinnen, die diese Thematik auf eine sachliche Grundlage bringen werden.
Mitveranstalter ist die „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold“. Die Veranstaltung wird gefördert vom „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben“.

„Wir fragen uns, was ein subjektives Sicherheitsempfinden und die Bildung sogenannter Angstorte mit der Zuwanderung von Rumänen und Bulgaren zu tun haben. Und ob die Gelder aus dem Haushalt der Stadt nicht besser für soziale Maßnahmen gegen eventuelle Probleme, statt in Sicherheitspersonal investiert wären.“

 

Aktionswochen gegen Rassismus 2018

Im März finden wieder die Aktionswochen gegen Rassismus statt.

Wer sich einen Überblick über die vielfältigen Veranstaltungen verschaffen möchte, findet hier die Programme für Bielefeld und Gütersloh.

Bielefeld:
Programm Bielefelder Aktionswochen 2018

 

„Selbstgefälliger frecher Juden-Funktionär“ – Haft für Sascha Krolzig

„Sascha Krolzig hat sich stets darum bemüht, als Speerspitze der extrem rechten Szene hervor zu treten. Nun wurde Krolzig, langjähriger Funktionär und Bundesvorstandsmitglied der Minipartei „Die Rechte“, wegen Volksverhetzung und Beleidigung vom Landgericht Bielefeld zu einer sechsmonatigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt. Er hatte den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Detmold 2016, unter bewusster Bezugnahme auf ein nationalsozialistisches Vokabular, als „selbstgefälligen frechen Juden-Funktionär“ beschimpft.
[…]
Am 1.9.2017 twitterte Sascha Krolzig: „Deniz Yücel seit 200 Tagen in Haft – 200 gute Tage ohne seine deutschfeindliche Hetze“. Nun kommt der amtlich anerkannte Bewährungsversager selbst für zumindest sechs Monate in Haft – in „deutsche Haft“. Und das ist auch gut so. Weitere Strafverfahren sind noch anhängig.“

Filmvorführung „Nach dem Brand“

Offenes Treffen des Arbeitskreises »Gegen das Vergessen« mit Vortrag

Am Dienstag, den 27.02.2018 veranstaltet der Arbeitskreis »Gegen das Vergessen« ein offenes Treffen.
Dieses findet um 19:00 in der »Begegnungsstätte 360°« in Detmold statt.

Neben Informationen zu den nächsten Veranstaltungen des Arbeitskreises wird es einen ca. 60-minütigen Vortrag geben. Dieser besteht aus zwei Teilen – einer Zusammenfassung der Erkenntnisse aus der Studienfahrt des Arbeitskreises im Oktober letzten Jahres, sowie einem Ausblick in aktuelle Organisationen der extrem rechten Szene und deren Entwicklung und daraus resultierende Ansätze für Gegenmaßnahmen.

Der Vortrag soll eine historische Zusammenfassung der Entwicklungen vor 1933 bis zum Kriegsende mit besonderem Fokus auf die Entrechtung der Menschen und die Entstehung der Vernichtungspolitik bieten. Dazu werden Fotos und Videos unserer Studienfahrt verwendet. Im Anschluss werden aktuelle rechte Strömungen beleuchtet, insbesondere mit Fokus auf unsere Region. Daraus abgeleitet werden Gegenmaßnahmen und Möglichkeiten des bürgerlichen Engagements gegen diese gesammelt und erörtert.

Nächstes Plenum am 05.03.18 um 19.30 Uhr

Liebe Freund*innen,
unser nächstes Plenum findet am übernächsten Montag, 5. März 2018 wie gewohnt um 19.30 Uhr im Haus der Kirche, Markgrafenstr. 7 statt.

Die Tagesordnung folgt im Laufe der kommenden Woche.