Demo: „Keine Solidarität mit Holocaustleugner*innen!“

Demo und Kundgebung gegen den Aufmarsch rechter Kräfte zur Glorifizierung Ursula Haverbecks

Nachdem die wegen mehrfacher Holocaustleugnung inzwischen rechtskräftig zu zwei Jahren Haft verurteile Ursula Haverbeck am Montag, den 07.05. endlich festgenommen werden konnte und inzwischen in die JVA Senne bzw. das Hafthaus in Ummeln überstellt wurde, organisiert die rechtsextreme Kleinstpartei „Die Rechte“ bereits eine Solidaritätskundgebung.

Diese soll am Donnerstag, den 10.05.18 in Bielefeld am Bahnhof Quelle beginnen und dann zu einer Kundgebung am Hafthaus Ummeln in der Zinnstraße 34 führen, in dem Ursula Haverbeck derzeit einsitzt.

Haverbeck wird nicht nur als Dissidentin von den Neonazis glorifiziert, sondern wurde von diesen auch als Kandidatin für die Europawahl aufgestellt.

Haverbeck tingelt bereits seit etlichen Jahren durch Deutschland und tritt regelmäßig auf Veranstaltungen von Neonazis auf, um dort Geschichtsrevisionismus zu treiben und den Holocaust zu leugnen.

Sie ist bereits mehrfach verurteilt worden, jedoch war bis vor Kurzem keins der Urteile rechtskräftig. Inzwischen wurde jedoch das erste Urteil bestätigt und sie wurde zum Haftantritt geladen, wo sie jedoch nicht erschien. Deswegen wurde sie jetzt mittels Haftbefehl gesucht und festgenommen.

Die Ikonisierung und Verherrlichung von Ursula Haverbeck ist nicht akzeptabel, ebenso wenig eine Solidaritätsdemo hier in Bielefeld vor dem Hafthaus, für die „Die Rechte“ versucht, bundesweit Kräfte zu mobilisieren.

Aufgrund der bundesweiten Mobilisierung und der Bedeutung Haverbecks für die Szene rechnen wir mit einer entsprechend großen Teilnehmeranzahl bei den Neonazis.

Von daher fordern wir euch auf, am Donnerstag, den 10.05.18 13 Uhr mit uns ein deutliches Zeichen zu setzen und gegen diese Solidaritätskundgebung mit einer Holocaustleugnerin zu demonstrieren. Wir treffen uns um 13 Uhr auf der Paul-Schwarze-Straße gegenüber des Bahnhofs Quelle.

#nonazisbi #bi1005

https://www.facebook.com/events/210176279787694/

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Vortrag: Keine Panik und keine Verharmlosung – »Ein Appell zur Sachlichkeit und lösungsorientiertem Handeln«

Der Arbeitskreis „Gegen das Vergessen“ lädt ein, an einer öffentlichen Veranstaltung teilzunehmen.

Das Thema dieser Veranstaltung:

Keine Panik und keine Verharmlosung
»Ein Appell zur Sachlichkeit und lösungsorientiertem Handeln«
Donnerstag, den 15.03.18 um 19.00 h im Bürgerhaus Lage.

Im Stadtrat von Lage wird aktuell diskutiert, wie Lage sauberer und sicherer werden kann. Anlass für dieses Bestreben seien laut dem Fachbereich Zentraler Service und Ordnung Rumänen und Bulgaren, die in Lage leben und den Roma zugeordnet werden können. Es hagelt Vorwürfe gegen diese Bevölkerungsgruppen und Forderungen nach erhöhten Sicherheitsmaßnahmen werden vorgebracht.

Dieser Vortrag soll die Diskussion vom Rat in die Bevölkerung der Stadt tragen. Er soll ein klares Zeichen gegen Anfeindungen und Alltagsrassismus in den Institutionen der Stadt setzen. Die Referenten Merfin Demir und Markus End wollen über die Faktenlage zum Thema Zuwanderung aus Osteuropa, sowie die mediale Auseinandersetzung mit dem Thema sprechen. Außerdem soll deutlich werden, wie ein friedliches Miteinander in der Stadt hergestellt werden kann, sowie auf die Gefahren von pauschalisierten Anschuldigungen gegen Zuwanderer hinweisen. Probleme sollen sachlich und konstruktiv gelöst werden – frei von Panik oder Verharmlosung.

Merfin Demir ist geschäftsführender Vorsitzender von Terno Drom e. V. – Interkulturelle Jugendselbstorganisation von Roma und Nichtroma in Nordrhein-Westfalen und Dr. Markus End ist Vorsitzender der Gesellschaft für Antiziganismusforschung. Mit diesen beiden konnte der Arbeitskreis Referenten gewinnen, die diese Thematik auf eine sachliche Grundlage bringen werden.
Mitveranstalter ist die „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold“. Die Veranstaltung wird gefördert vom „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben“.

„Wir fragen uns, was ein subjektives Sicherheitsempfinden und die Bildung sogenannter Angstorte mit der Zuwanderung von Rumänen und Bulgaren zu tun haben. Und ob die Gelder aus dem Haushalt der Stadt nicht besser für soziale Maßnahmen gegen eventuelle Probleme, statt in Sicherheitspersonal investiert wären.“

 

Aktionswochen gegen Rassismus 2018

Im März finden wieder die Aktionswochen gegen Rassismus statt.

Wer sich einen Überblick über die vielfältigen Veranstaltungen verschaffen möchte, findet hier die Programme für Bielefeld und Gütersloh.

Bielefeld:
Programm Bielefelder Aktionswochen 2018

 

„Selbstgefälliger frecher Juden-Funktionär“ – Haft für Sascha Krolzig

„Sascha Krolzig hat sich stets darum bemüht, als Speerspitze der extrem rechten Szene hervor zu treten. Nun wurde Krolzig, langjähriger Funktionär und Bundesvorstandsmitglied der Minipartei „Die Rechte“, wegen Volksverhetzung und Beleidigung vom Landgericht Bielefeld zu einer sechsmonatigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt. Er hatte den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Detmold 2016, unter bewusster Bezugnahme auf ein nationalsozialistisches Vokabular, als „selbstgefälligen frechen Juden-Funktionär“ beschimpft.
[…]
Am 1.9.2017 twitterte Sascha Krolzig: „Deniz Yücel seit 200 Tagen in Haft – 200 gute Tage ohne seine deutschfeindliche Hetze“. Nun kommt der amtlich anerkannte Bewährungsversager selbst für zumindest sechs Monate in Haft – in „deutsche Haft“. Und das ist auch gut so. Weitere Strafverfahren sind noch anhängig.“

Filmvorführung „Nach dem Brand“

Offenes Treffen des Arbeitskreises »Gegen das Vergessen« mit Vortrag

Am Dienstag, den 27.02.2018 veranstaltet der Arbeitskreis »Gegen das Vergessen« ein offenes Treffen.
Dieses findet um 19:00 in der »Begegnungsstätte 360°« in Detmold statt.

Neben Informationen zu den nächsten Veranstaltungen des Arbeitskreises wird es einen ca. 60-minütigen Vortrag geben. Dieser besteht aus zwei Teilen – einer Zusammenfassung der Erkenntnisse aus der Studienfahrt des Arbeitskreises im Oktober letzten Jahres, sowie einem Ausblick in aktuelle Organisationen der extrem rechten Szene und deren Entwicklung und daraus resultierende Ansätze für Gegenmaßnahmen.

Der Vortrag soll eine historische Zusammenfassung der Entwicklungen vor 1933 bis zum Kriegsende mit besonderem Fokus auf die Entrechtung der Menschen und die Entstehung der Vernichtungspolitik bieten. Dazu werden Fotos und Videos unserer Studienfahrt verwendet. Im Anschluss werden aktuelle rechte Strömungen beleuchtet, insbesondere mit Fokus auf unsere Region. Daraus abgeleitet werden Gegenmaßnahmen und Möglichkeiten des bürgerlichen Engagements gegen diese gesammelt und erörtert.

Nächstes Plenum am 05.03.18 um 19.30 Uhr

Liebe Freund*innen,
unser nächstes Plenum findet am übernächsten Montag, 5. März 2018 wie gewohnt um 19.30 Uhr im Haus der Kirche, Markgrafenstr. 7 statt.

Die Tagesordnung folgt im Laufe der kommenden Woche.

Österreichs extreme Rechte im Zentrum der Macht – Wie die FPÖ den Aufstieg in die Regierung geschafft hat – und was jetzt passieren wird

Die FPÖ ist heute die mit weitem Abstand stärkste extrem rechte Partei Westeuropas – und sie ist im Parteiensystem absolut verankert. Sie sitzt in Regierungen auf Stadt- und Länderebene und hat dabei Koalitionen sowohl mit der ÖVP, als auch mit der Sozialdemokratie. Ihr zentrales Programm heißt Rassismus – und dieser Rassismus ist weit über die Grenzen der FPÖ hinaus etabliert. Doch gleichzeitig geben sich „die Blauen“ vor allem in Wahlkämpfen gern sozialradikal. Ihr zentraler Slogan lautet: „Die soziale Heimatpartei“. Bei vielen ihrer WählerInnen kommt das gut an. An der Regierung hat die FPÖ nun allerdings ein Problem: Eigentlich müsste sie sozialpolitisch liefern, doch das kann und will sie nicht. Denn tatsächlich ist die FPÖ eine im Kern neoliberale Partei.

AntifaschistInnen versuchen die Konfrontation mit der FPÖ seit Jahren, indem sie auf NS-Verstrickungen sowie den Rassismus der Partei aufmerksam machen. Doch die WählerInnen wissen das – und entweder ist ihnen das egal, oder sie finden es gut. Die Aufklärungsarbeit geht ins Leere, die FPÖ wird stärker. Doch gleichzeitig hat die Partei eine Achilles-Ferse: die soziale Frage.

Nicht zuletzt auch in Hinblick auf den Aufstieg der AfD gibt es vieles zu diskutieren. Wie konnte die FPÖ den Aufstieg zur Macht schaffen – und was wird sie damit anfangen? Was plant die neue Bundesregierung? Welche politischen Positionen vertritt die FPÖ? Was bedeutet es, wenn (ehemalige) NS-Kader, „Identitäre“ und Burschenschaftler im Parlament und in den Ministerien sitzen? Was hat das alles mit Deutschland zu tun? Was können AntifaschistInnen tun?

Referent: Michael Bonvalot ist Journalist und Autor aus Wien.
2017 erschien sein neues Buch „Die FPÖ – Partei der Reichen“
(www.bonvalot.net)

Montag, 26. Februar 2018 | 19:30 Uhr

VHS Bielefeld | Murnau-Saal | Ravensberger Park 1

Veranstalter*in: Argumente und Kultur gegen rechts e.V. in Kooperation mit der VHS Bielefeld und der Antifa AG der Uni Bielefeld

Holocaust Gedenktag 2018

Anlässlich des diesjährigen Gedenktags zeigt der »Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.« in Zusammenarbeit mit dem Lichtwerk im Ravensberger Park in einer Matinée den Film »Die Unsichtbaren – Wir wollen leben«.

Im anschließenden Kinogespräch mit Bernd Wagner-Lübbeke vom Stadtarchiv Bielefeld geht es u.a. um die Frage, ob sich Vergleichbares in Bielefeld zugetragen hat.

»Die Unsichtbaren – Wir wollen leben«
Sonntag, 28. 1. 2018, um 11.30 Uhr | Lichtwerkkino im Ravensberger Park

Der ermäßigte Eintrittspreis beträgt 8,50 Euro.
Vorbestellungen sind möglich unter: 0521 5576777 oder auf www.lichtwerkkino.de

 

Gegenaktionen zum AfD Bundesparteitag am 02.12.17

Liebe Freund*innen,
beim Plenum am letzten Montag haben wir beschlossen, zur Teilnahme an den Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag aufzurufen, der am kommenden Samstag, 2. 12. 2017 in Hannover (im HCC) stattfindet. Dies haben wir soeben per Pressemitteilung auch getan.
 
Wir möchten aber auch euch alle bitten, über eure Verteiler für eine Teilnahme zu werben und in möglichst großer Zahl an den verschiedenen Protesten teilzunehmen. Diese beginnen bereits am Freitag abend.
Die zentrale Demonstration, zu der sehr breit aufgerufen und mobilisiert wird, beginnt am Samstag um 11.30 Uhr mit einer Auftaktveranstaltung am Theodor-Heuss-Platz (gegenüber dem Veranstaltungsort der AfD) und endet mit einer zentralen Großkundgebung ab 13.30 Uhr auf dem Georgsplatz.
 
Für alle, die mit dem Zug nach Hannover fahren möchten, bietet sich der RE/ IC an, der um 9:59 in Bielefeld abfährt und um 11:18 am Hbf in Hannover ankommt. Von dort sind es noch 10 Minuten per Bus/Straßenbahn zu Theodor-Heuss-Platz. Die Rückfahrt ist um 16:42 mit RE/IC möglich. Ankunft in Bielefeld: 17:57. Alle, die mit dem vorgeschlagenen Zug nach Hannover fahren werden, treffen sich 10 Minuten vor Abfahrt am Gleis.
 
Hier die Links zu allen Protest- und Blockadeaktivitäten im Umfeld des AfD-Bundesparteitages:
 
 
 
 
 
 
Herzliche Grüße
Friederike, Janina, Wiebke, Michael, Matthias und Klaus