Archiv der Kategorie: Antifaschistische Arbeit

Spontane Gegenaktionen gegen „Die Rechte“ morgen (22.04.) in Sennestadt

Liebe Freund*innen,

für den morgigen Samstag, 22. April 2017 hat „Die Rechte“ um Sascha Krolzig eine Kundgebung zum Wahlkampf in Bielefeld Sennestadt am Reichowplatz angemeldet.

Deswegen haben wir kurzfristig eine Kundgebung ab 14.00 Uhr (bis 15.30 Uhr) unter dem Titel „Bielefeld ist und bleibt bunt und weltoffen – Rassismus, Hetze und Spaltung stellen wir uns entgegen“ in Sennestadt (zwischen Elbeallee und Sparkassenfiliale) angemeldet.

Also kommt alle!

Bielefeld Sennestadt – 22.04.17 14 Uhr
zwischen Sparkasse und Elbeallee

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Workshop Angebot der DGB Jugend „Die AfD entzaubern! Eine kritische Auseinandersetzung“

Die DGB Jugend bietet diesen buchbaren Workshop an:

„Die AfD entzaubern! Eine kritische Auseinandersetzung“

Arbeitskreis Antifaschismus DGB-Jugend NRW

Die DGB-Jugend bietet für Jugend-, Betriebs-, Bündnisgruppen und Gremien den Workshop:
„Die AfD entzaubern! – Eine kritische Auseinandersetzung“ an, bei dem u.a. die Inhalte des Wahlprogramms der AfD sowie die Akteure durchleuchtet werden. Es wird außerdem der Frage nachgegangen, warum AfD-Positionen einen Anschluss an der Mitte der Gesellschaft finden und welche Argumentationen gegen rechte Parolen möglich sind.

Der Workshop wird von Teamer*innen des Arbeitskreises Antifaschismus der DGB-Jugend NRW durchgeführt.

Inhalt des Workshops:

  • Was ist Rechtspopulismus
  • Inhalte der AfD-NRW zur Landtagswahl in NRW 2017
  • Die AfD in den Parlamenten
  • Die AfD-Bund: Strömungen, Gruppierungen, Personen

Umfang: insgesamt 160min, inkl. 10min Pause (2h und 45min). Kürzungen auf 2h10min sind möglich.
Gruppengröße: maximal 15 Personen
Benötigtes Material: Pinnwand (2), evtl. Flipchart sowie Beamer und Laptop (kann gestellt werden)
Workshop buchen?
Meldet euch einfach bei der DGB-Jugend Ostwestfalen-Lippe, Sarab Aclan (Sarab.Aclan@dgb.de, Tel.: 0521 96 40 822)

Vortragsreihe des AK „Gegen das Vergessen“

Liebe Freund*innen,
wir möchten euch auf die folgende Veranstaltungsreihe des AK Gegen das Vergessen hinweisen:
 

»Todesfabrik Auschwitz-Birkenau«

Vortrag : Die industrielle Massenvernichtung in einem
Vernichtungslager – Auschwitz-Birkenau, 1942 – 1945
Vortrag von Prof. Dr. Gideon Grei
 
Der Vortrag gibt ein klares Bild der Massentötung im größten der sechs Vernichtungslager, das Nazi-Deutschland für die Verwirklichung der »Endlösung der Judenfrage« errichtet hat.
 
03.02.2017 19:00 Uhr / Gemeindehaus ev.-luth. Kirchengemeinde / Sedanplatz 4, Lage
 
und
05.02.2017 17:00 Uhr / Haus Werther / Schloßstraße 3, Werther
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»Warschauer Ghetto und Untergrundpresse«

Vortrag von Prof. Dr. Gideon Grei
 
Im Warschauer Ghetto wurde eine Vielzahl von Bulletins, Magazinen, Tages- und Wochenzeitungen von unterschiedlichen politischen Parteien und Organisationen herausgegeben.
Eine große Anzahl dieser Veröffentlichungen blieb nach dem Krieg erhalten. Der Vortrag geht auf die Lebensbedingungnen im Warschauer Ghetto ein und erklärt Hintergründe zum größten Ghetto des Nationalsozialismus.
 
04.02.2017 19:30 Uhr / Jugend- und Kulturzentrum Oerlinghausen / Detmolder Str. 102, Oerlinghausen
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Demo „Es reicht – Rechte Gewalt stoppen!“ am 24.9. in Dortmund / Infos und Mobilisierung

Kaum jemand wird es entgangen sein – in Dortmund hat in den letzten Wochen eine neue Welle rechter Gewalt eingesetzt, deren trauriger Höhepunkt ein Messerangriff auf ein Mitglied von Linksjugend [’solid] war.

Auch in den letzten Tagen gab es mehrere Angriffe von Nazis. In Dortmund-Dorstfeld wurde ein Flüchtlingshelfer und eine unbeteiligte Zeugin übelst beleidigt und bespuckt. Nur wenige Stunden später überfielen acht Nazis zwei Jugendliche, drückten einen von ihnen mit dem Kopf gegen die Wand und schrien, ob er etwas gegen Nazis habe. Unvermittelt sprühten sie ihm und seinem Begleiter Pfefferspray ins Gesicht.

Der Überfall ist trauriger Höhepunkt einer Reihe steigender Gewalt von Rechts in Dortmund: Angriff auf das Rathaus, Übergriff auf Journalisten, Morddrohungen und Einschüchterungen. Es erinnert an die Zeit der fünf Morde, die zwischen 2000 und 2006 von Nazis in Dortmund begangen wurden. Die Situation ist Teil von zunehmender rechter Gewalt im ganzen Bundesgebiet.

Ob Dortmund oder anderswo: Wir wollen in einer Stadt leben, in der sich jeder und jede ohne Angst bewegen kann – überall! Und das betrifft uns alle – denn jede und jeder, der nicht in das Weltbild der Nazis passt, steht vor der Gefahr eines Übergriffes. Wenn wir uns nicht spalten lassen und gemeinsam für eine offene Gesellschaft kämpfen, zeigen wir den Nazis, dass sie hier nichts zu sagen haben.

Gegen die Rechte Gewalt wollen wir ein kraftvolles Zeichen setzen. Über 40 Organisationen mobilisieren mit der Kampagne „Es reicht“ zu einer größeren überregionalen Demonstration am Samstag, den 24.9. 13 Uhr zum Dortmund Hauptbahnhof (Nordausgang/Steinwache). Dabei sein wird u. A. auch die türkische linke Band Grup Yorum. Bereits am 20.8. gingen nach dem Messerangriff kurzfristig 800 Nazi-Gegner in Dortmund auf die Straße.

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Entdecke die geheime Welt der Neonazis

Gespickt mit jeder Menge wissenswerten Informationen, empfehlen wir euch einen ausführlichen Rundgang durch das multimediale Aufklärungsprojekt zur rechten Erlebniswelt.

„In dem interaktiven Zimmer mit einschlägigen Buttons, Postern, Reichskriegsflagge und anderen Neonazi-Fanartikeln sorgt zum Beispiel ein User-Klick auf den Kleiderschrank für Wissenswertes rund um den neonazistischen Dresscode und gewährt Einblicke, wie in Form von Kleidungsstücken und erkenntlichem Styling Gesinnung ausgedrückt oder sichtbar vermittelt wird. Ein anderer Klick und schon gibt es Erkenntnisse zur rechten Musikwelt von Liedermachern bis hin zu Rechtsrock-Bands. Gerade der Musikbereich gilt seit Jahren bereits für Teenager als „Einstiegsdroge“ in die rechtsgesinnte Bewegung. Festzustellen ist nämlich, dass eine versuchte und praktizierte rechtsorientierte Beeinflussung immer häufiger bereits von frühen Kindesbeinen an erfolgt – deutlich und augenscheinlich oder aber getarnt und unauffälliger. Auch deshalb geht es um ein genaues und geschärftes Hinsehen, was sich genau mit der Absicht deckt, die das Projekt „Kein Raum für rechts“ verfolgt.

Um das interaktive Zimmer so realitätsnah wie möglich zu gestalten, wurde sich unter anderem an den Funden und Erkenntnissen aus polizeilichen Hausdurchsuchungen orientiert. Zielgruppe des Projekts sind aus Sicht der Initiatoren neben Jugendlichen ebenso Eltern, Lehrkräfte, Multiplikatoren in der Jugendarbeit und in der Familienberatung Tätige.“
(Textquelle: Blick nach Rechts)

Kein Raum für Rechts gibt dir Einblick in eine geheime Welt: Das private Zimmer eines jungen Neonazis. Erkunde in diesem interaktiven Web-Special die gefährliche Gemeinschaft der extrem Rechten. Nur wer diese durchblickt, kann auch etwas gegen sie tun.

Hier gehts in das virtuelle Zimmer: Entdecke die geheime Welt der Neonazis

Bad Nenndorf feiert seinen Sieg über die Rechten

Beharrlichkeit zahlt sich eben doch aus. Nach 8 Jahren ist erstmals wieder Ruhe in Bad Nenndorf, da dieses Jahr die Neonazis das erste Mal ihren jährlich stattfindenden „Trauermarsch“ abgesagt haben.

„Es ist der bürgerliche Protest gewesen, der das hier erreicht hat. Es ist kein Verdienst von Gerichten, es ist kein Verdienst der Polizei. Es ist den Bad Nenndorfern zu verdanken, die auf die Straße gegangen sind und den Rechten durch Verunglimpfung und Freude das Leben so schwer gemacht haben, dass sie in diesem Jahr zu Hause geblieben sind[…]“

Erstmals seit mehr als zehn Jahren haben die Neonazis den „Trauermarsch“ in Bad Nenndorf abgesagt. Rund 300 Gegendemonstranten kamen trotzdem und genossen ihren Triumph.

Quelle: Bad Nenndorf feiert seinen Sieg über die Rechten

Große Demo am 09.07. gegen das rechte Aktionsbündnis „Bielefelder Bürgerwille“

Das neugegründete rechte Aktionsbündnis „Bielefelder Bürgerwille“ plant für den 09.07.16 eine Kundgebung am Bielefelder Hauptbahnhof unter dem Titel“ Bürgerwille achten – Asylchaos jetzt stoppen! Clausen und Nürnberger die Rote Karte zeigen!“ mit einem anschließenden Marsch zum Bielefelder Rathaus.

Angemeldet wurde die Demo von Ester Seitz („Karlsruhe wehrt sich“) aus Neumarkt in der Oberpfalz.

Hinter dieser Gruppe steht ein bundesweiter Zusammenschluss mehrerer extrem rechter und nationalistischer Parteien und Gruppierungen. Angefangen von der NPD über „Die Rechte“, den „III. Weg“, „Widerstand Deutschland“, „Identitäre Aktion“ bis hin zu einzelnen Aktivisten aus eben diesem Spektrum. Als Redner*innen werden u.a. Ester Seitz („Karlsruhe wehrt sich“) und Holm Teichert (ex-„Pegida NRW“) sowie einige lokale Redner*innen erwartet. Es ist auch damit zu rechnen, dass Sascha Krolzig und Melanie Dittmer bei der Kundgebung dabei sein werden. Insgesamt handelt es sich hier also um einen Zusammenschluss der extremen Rechten, die sich ausgerechnet Bielefeld als Aufmarschort ausgesucht haben und auch bereits bundesweit hierfür mobilisieren. Dem müssen wir etwas entgegensetzen! 


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Wir fordern alle Bielefelder Bürger*innen, Parteien, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften und Vereine auf, gemeinsam diesem Aktionsbündnis zu zeigen, dass Bielefeld kein Platz für derartiges rechts-nationalistisches Gedankengut ist. 
Wir sehen die Demo dieser Gruppierung als Angriff auf den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und die Bürger*innen unserer Stadt. Wir stehen für einen konstruktiven und menschenwürdigen Umgang mit den geflüchteten Menschen. Wir sind stolz auf und dankbar für die weiterhin ungebrochene Hilfsbereitschaft. Und das lassen wir uns auch nicht kaputt machen. Der „Bürgerwille Bielefelds“ geht immer noch von der Mehrheit der Bürger*innen dieser Stadt aus und nicht von zugereisten Rechtsextremist*innen!

Bielefeld ist und bleibt bunt und weltoffen!

Wir sehen uns am 09. Juli!

Die genaue Uhrzeit, Ort und Route der Demo sowie den Ort und die Uhrzeit der Abschlusskundgebung werden wir euch nach dem Kooperationsgespräch mit der Polizei hier noch mitteilen.

#nonazisbi #Bielefeld #bi0907

 

Türkischer Nationalismus: Ideologie der Grauen Wölfe und ihre Strukturen in der BRD

Wir weisen euch auf einen Vortrag des AStA der Uni Bielefeld zum Thema türkischer Nationalismus und Ideologie der Grauen Wölfe hin.

Der Vortrag findet statt am Mittwoch, den 22.06.2016 um 18 Uhr im Hörsaal 3 der Uni Bielefeld

Ihre Partei: MHP (Milliyetçi Hareket Partisi, dt.: Partei der nationalistischen Bewegung).
Ihr Symbol: Der graue Wolf.
Ihr Ziel: die Eliminierung von ethnisch-religiösen Minderheiten und politischen Gegnern, um somit ein „reinrassiges“ türkisches Großreich zu errichten.

Diese mittlerweile weltweit organisierte Bewegung lebt förmlich von Feindbildern und ist mit ihren an das Führerprinzip angepassten totalitären Strukturen zunehmend auch in Deutschland aktiv. Schätzungsweise leben hier 20.000 türkische Ultranationalisten getarnt in harmlos klingenden Vereinsstrukturen.

Schwerwiegend wird in volksverhetzender Weise zu Körperverletzung, Mord und sogar Rekrutierungen aufgerufen. Diese Inhalte führen bei Jugendlichen zu einer Radikalisierung und Gewaltbereitschaft.

Der Einfluss des Ideologietransfers auf Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland ist nicht zu unterschätzen. Vor allem hier sollte man sich darüber im Klaren sein, welche Gefahren sich hinter einem wachsenden rechtsradikalen Zusammenschluss verbergen.

Orhan Sat ist Politologe. Er recherchiert, schreibt und referiert zu deutschem und türkischem Nationalismus.
Er wird die Ideologie der Grauen Wölfe vorstellen, ihre Strukturen in Deutschland, Europa und der Türkei beleuchten und ihre Rolle auf der Straße mit der offiziellen türkischen Regierungspolitik ins Verhältnis setzen.

Organisiert von AG Sol-I und AStA Bielefeld

„Dorsten transparent“: Was macht eigentlich… Melanie Dittmer?

Ihr erinnert Euch an die erste Rednerin, die Borgartz bei Biegida auftreten ließ?!

Dann haben wir hier einen sehr interessanten Detailbericht über Melanie Dittmer. Und gleichzeitig einen Beleg dafür, wie weit rechts Borgartz mit seiner Biegida dann tatsächlich doch steht. Denn auch Dittmers neueste beste Freundin Esther Seitz redete bereits zweimal bei den Auftritten des fremdenfeindlichen Bündnisses von Borgartz.

„[Melanie Dittmer] wuchs in Dorsten auf, bekam hier das schulische Rüstzeug fürs Leben, driftete als junges Mädchen in die rechte Szene und wurde auffällig. Da war sie gerade 16 Jahre alt. Heute ist sie 37 und in rechtsradikalen Kreisen als Vorsitzende der „Dügida“ (Düsseldorfer Ableger der Pegida-Bewegung) bekannt und produziert Schlagzeilen wie „Ermittlungen gegen Dügida-Chefin“, „Dügida setzt Demo-Route vor Moschee durch“, „Dittmer: Rosenmontag als Terrorist verkleiden“, „Zwei Anklagen gegen Dügida-Organisatorin“, „Weitere Vorwürfe gegen Dügida-Chefin“, „Melanie Dittmer wegen Hetze zu Bewährungsstrafe verurteilt“.“

Den kompletten und sehr ausführlichen Artikel von „Dorsten transparent“ findet ihr hier:
http://www.dorsten-transparent.de/2016/05/was-macht-eigentlich-%E2%80%A6-melanie-dittmer-organisiert-fremdenfeindliche-hetze-beschimpft-muslime-beleidigt-polizisten-und-macht-negative-schlagzeilen-%E2%80%93-versuch-einer-auflistung/

 

Vortrag mit David Begrich: „Die AfD in Sachsen-Anhalt“

Der Vortrag findet statt

Freitag, 17. Juni, 20.00 Uhr in der Bürgerwache am Siegfriedplatz

„Schießbefehl“ gegen Flüchtlinge, rassistische Äußerungen über Migranten und Hasskundgebungen. Trotzdem haben im März diesen Jahres rund 24 Prozent der Wähler*innen in Sachsen-Anhalt ihr Kreuz bei der AfD gemacht und die Partei zog als zweitstärkste Fraktion in den Landtag ein.

Wie konnte es dazu kommen? Wie hat sich die politische Kultur in Sachsen-Anhalt seitdem verändert? Wie reagieren Parteien und Zivilgesellschaft?

David Begrich ist Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus in Magdeburg. Sein Vortrag beleuchtet die Hintergründe und die aktuelle Situation in Sachsen-Anhalt.

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