Archiv der Kategorie: Antifaschistische Arbeit

Aktionswochen gegen Rassismus 2018

Im März finden wieder die Aktionswochen gegen Rassismus statt.

Wer sich einen Überblick über die vielfältigen Veranstaltungen verschaffen möchte, findet hier die Programme für Bielefeld und Gütersloh.

Bielefeld:
Programm Bielefelder Aktionswochen 2018

 

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Österreichs extreme Rechte im Zentrum der Macht – Wie die FPÖ den Aufstieg in die Regierung geschafft hat – und was jetzt passieren wird

Die FPÖ ist heute die mit weitem Abstand stärkste extrem rechte Partei Westeuropas – und sie ist im Parteiensystem absolut verankert. Sie sitzt in Regierungen auf Stadt- und Länderebene und hat dabei Koalitionen sowohl mit der ÖVP, als auch mit der Sozialdemokratie. Ihr zentrales Programm heißt Rassismus – und dieser Rassismus ist weit über die Grenzen der FPÖ hinaus etabliert. Doch gleichzeitig geben sich „die Blauen“ vor allem in Wahlkämpfen gern sozialradikal. Ihr zentraler Slogan lautet: „Die soziale Heimatpartei“. Bei vielen ihrer WählerInnen kommt das gut an. An der Regierung hat die FPÖ nun allerdings ein Problem: Eigentlich müsste sie sozialpolitisch liefern, doch das kann und will sie nicht. Denn tatsächlich ist die FPÖ eine im Kern neoliberale Partei.

AntifaschistInnen versuchen die Konfrontation mit der FPÖ seit Jahren, indem sie auf NS-Verstrickungen sowie den Rassismus der Partei aufmerksam machen. Doch die WählerInnen wissen das – und entweder ist ihnen das egal, oder sie finden es gut. Die Aufklärungsarbeit geht ins Leere, die FPÖ wird stärker. Doch gleichzeitig hat die Partei eine Achilles-Ferse: die soziale Frage.

Nicht zuletzt auch in Hinblick auf den Aufstieg der AfD gibt es vieles zu diskutieren. Wie konnte die FPÖ den Aufstieg zur Macht schaffen – und was wird sie damit anfangen? Was plant die neue Bundesregierung? Welche politischen Positionen vertritt die FPÖ? Was bedeutet es, wenn (ehemalige) NS-Kader, „Identitäre“ und Burschenschaftler im Parlament und in den Ministerien sitzen? Was hat das alles mit Deutschland zu tun? Was können AntifaschistInnen tun?

Referent: Michael Bonvalot ist Journalist und Autor aus Wien.
2017 erschien sein neues Buch „Die FPÖ – Partei der Reichen“
(www.bonvalot.net)

Montag, 26. Februar 2018 | 19:30 Uhr

VHS Bielefeld | Murnau-Saal | Ravensberger Park 1

Veranstalter*in: Argumente und Kultur gegen rechts e.V. in Kooperation mit der VHS Bielefeld und der Antifa AG der Uni Bielefeld

„Rechte Ideen anfechten“ – Kundgebung gegen die 13. Ideenwerkstatt der rechtsextremen Burschenschaft „Normannia Nibelungen“

Am 24. und 25.11.17 findet die 13te Ideenwerkstatt der rechtsextremen Bielefelder #Burschenschaft „Normannia Nibelungen“ statt.

Bei dieser sogenannten „Ideenwerkstatt“ treten jährlich Referent*innen aus dem rechtsextremen Spektrum auf. So waren letztes Jahr Martin Sellner von der Identitären Bewegung und Jürgen Elsässer der rechtspopulistischen Zeitschrift „Compact“ als Redner eingeladen. Aber auch Horst Maler hat hier schon geredet.

Dieses Jahr ist der AfDler Hans-Thomas Tillschneider, Uni Dozent, „Islamwissenschaftler“, Landtagsabgeordneter in Sachsen-Anhalt und einer der führenden Ideologen der AfD, eingeladen.

Deswegen rufen mehrere antifaschistische Gruppierungen aus Bielefeld und OWL zu einer gemeinsamen Kundgebung gegen die Verbreitung rechter Ideen durch die Burschenschaft auf.

Die Kundgebung findet statt am:

Freitag, den 24.11.17 | 19 Uhr
Bielefeld | im Bereich der Schloßhofstraße 96 (Innenstadtseite)

Mehr Licht! Lesung gegen Rassismus und für ein schönes Leben

Unter dem Titel „Mehr Licht!“ veranstalten der „Verein International“ sowie die „Initiative 9. November“ eine Lesung gegen Rassismus mit der Herforder AutorInnen-Gruppe in der Villa Kunterbunt in Bünde. Die Lesung ist Auftakt zu der Veranstaltungsreihe „Erinnern heißt Partei ergreifen“ anlässlich des 9. November 1938, an dem der nationalsozialistische Terror gegen jüdische MitbürgerInnen einen vorläufigen Höhepunkt fand. Es lesen Nicolas Bröggelwirth, Ralf Burnicki, Petra Czernitzki, Michael Helm, Artur Rosenstern und Christine Zeides. Die Zuhörerschaft erwartet ein kreatives und vielseitiges Literaturereignis, das zum Nachdenken anregt, aber auch unterhaltsam ist, denn es geht der Literatur ja stets darum, das Leben ein wenig zu feiern. Der Eintritt ist frei (eine Spende für die Arbeit des Jugendzentrums ist erwünscht).

Lesung am Samstag, den 21. Oktober, 19.30 Uhr

Ort: Villa Kunterbunt, Kaiser-Wilhelmstr. 2 (2. Etage), 32257 Bünde.

 

 

Spontane Gegenaktionen gegen „Die Rechte“ morgen (22.04.) in Sennestadt

Liebe Freund*innen,

für den morgigen Samstag, 22. April 2017 hat „Die Rechte“ um Sascha Krolzig eine Kundgebung zum Wahlkampf in Bielefeld Sennestadt am Reichowplatz angemeldet.

Deswegen haben wir kurzfristig eine Kundgebung ab 14.00 Uhr (bis 15.30 Uhr) unter dem Titel „Bielefeld ist und bleibt bunt und weltoffen – Rassismus, Hetze und Spaltung stellen wir uns entgegen“ in Sennestadt (zwischen Elbeallee und Sparkassenfiliale) angemeldet.

Also kommt alle!

Bielefeld Sennestadt – 22.04.17 14 Uhr
zwischen Sparkasse und Elbeallee

Workshop Angebot der DGB Jugend „Die AfD entzaubern! Eine kritische Auseinandersetzung“

Die DGB Jugend bietet diesen buchbaren Workshop an:

„Die AfD entzaubern! Eine kritische Auseinandersetzung“

Arbeitskreis Antifaschismus DGB-Jugend NRW

Die DGB-Jugend bietet für Jugend-, Betriebs-, Bündnisgruppen und Gremien den Workshop:
„Die AfD entzaubern! – Eine kritische Auseinandersetzung“ an, bei dem u.a. die Inhalte des Wahlprogramms der AfD sowie die Akteure durchleuchtet werden. Es wird außerdem der Frage nachgegangen, warum AfD-Positionen einen Anschluss an der Mitte der Gesellschaft finden und welche Argumentationen gegen rechte Parolen möglich sind.

Der Workshop wird von Teamer*innen des Arbeitskreises Antifaschismus der DGB-Jugend NRW durchgeführt.

Inhalt des Workshops:

  • Was ist Rechtspopulismus
  • Inhalte der AfD-NRW zur Landtagswahl in NRW 2017
  • Die AfD in den Parlamenten
  • Die AfD-Bund: Strömungen, Gruppierungen, Personen

Umfang: insgesamt 160min, inkl. 10min Pause (2h und 45min). Kürzungen auf 2h10min sind möglich.
Gruppengröße: maximal 15 Personen
Benötigtes Material: Pinnwand (2), evtl. Flipchart sowie Beamer und Laptop (kann gestellt werden)
Workshop buchen?
Meldet euch einfach bei der DGB-Jugend Ostwestfalen-Lippe, Sarab Aclan (Sarab.Aclan@dgb.de, Tel.: 0521 96 40 822)

Vortragsreihe des AK „Gegen das Vergessen“

Liebe Freund*innen,
wir möchten euch auf die folgende Veranstaltungsreihe des AK Gegen das Vergessen hinweisen:
 

»Todesfabrik Auschwitz-Birkenau«

Vortrag : Die industrielle Massenvernichtung in einem
Vernichtungslager – Auschwitz-Birkenau, 1942 – 1945
Vortrag von Prof. Dr. Gideon Grei
 
Der Vortrag gibt ein klares Bild der Massentötung im größten der sechs Vernichtungslager, das Nazi-Deutschland für die Verwirklichung der »Endlösung der Judenfrage« errichtet hat.
 
03.02.2017 19:00 Uhr / Gemeindehaus ev.-luth. Kirchengemeinde / Sedanplatz 4, Lage
 
und
05.02.2017 17:00 Uhr / Haus Werther / Schloßstraße 3, Werther
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»Warschauer Ghetto und Untergrundpresse«

Vortrag von Prof. Dr. Gideon Grei
 
Im Warschauer Ghetto wurde eine Vielzahl von Bulletins, Magazinen, Tages- und Wochenzeitungen von unterschiedlichen politischen Parteien und Organisationen herausgegeben.
Eine große Anzahl dieser Veröffentlichungen blieb nach dem Krieg erhalten. Der Vortrag geht auf die Lebensbedingungnen im Warschauer Ghetto ein und erklärt Hintergründe zum größten Ghetto des Nationalsozialismus.
 
04.02.2017 19:30 Uhr / Jugend- und Kulturzentrum Oerlinghausen / Detmolder Str. 102, Oerlinghausen
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Demo „Es reicht – Rechte Gewalt stoppen!“ am 24.9. in Dortmund / Infos und Mobilisierung

Kaum jemand wird es entgangen sein – in Dortmund hat in den letzten Wochen eine neue Welle rechter Gewalt eingesetzt, deren trauriger Höhepunkt ein Messerangriff auf ein Mitglied von Linksjugend [’solid] war.

Auch in den letzten Tagen gab es mehrere Angriffe von Nazis. In Dortmund-Dorstfeld wurde ein Flüchtlingshelfer und eine unbeteiligte Zeugin übelst beleidigt und bespuckt. Nur wenige Stunden später überfielen acht Nazis zwei Jugendliche, drückten einen von ihnen mit dem Kopf gegen die Wand und schrien, ob er etwas gegen Nazis habe. Unvermittelt sprühten sie ihm und seinem Begleiter Pfefferspray ins Gesicht.

Der Überfall ist trauriger Höhepunkt einer Reihe steigender Gewalt von Rechts in Dortmund: Angriff auf das Rathaus, Übergriff auf Journalisten, Morddrohungen und Einschüchterungen. Es erinnert an die Zeit der fünf Morde, die zwischen 2000 und 2006 von Nazis in Dortmund begangen wurden. Die Situation ist Teil von zunehmender rechter Gewalt im ganzen Bundesgebiet.

Ob Dortmund oder anderswo: Wir wollen in einer Stadt leben, in der sich jeder und jede ohne Angst bewegen kann – überall! Und das betrifft uns alle – denn jede und jeder, der nicht in das Weltbild der Nazis passt, steht vor der Gefahr eines Übergriffes. Wenn wir uns nicht spalten lassen und gemeinsam für eine offene Gesellschaft kämpfen, zeigen wir den Nazis, dass sie hier nichts zu sagen haben.

Gegen die Rechte Gewalt wollen wir ein kraftvolles Zeichen setzen. Über 40 Organisationen mobilisieren mit der Kampagne „Es reicht“ zu einer größeren überregionalen Demonstration am Samstag, den 24.9. 13 Uhr zum Dortmund Hauptbahnhof (Nordausgang/Steinwache). Dabei sein wird u. A. auch die türkische linke Band Grup Yorum. Bereits am 20.8. gingen nach dem Messerangriff kurzfristig 800 Nazi-Gegner in Dortmund auf die Straße.

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Entdecke die geheime Welt der Neonazis

Gespickt mit jeder Menge wissenswerten Informationen, empfehlen wir euch einen ausführlichen Rundgang durch das multimediale Aufklärungsprojekt zur rechten Erlebniswelt.

„In dem interaktiven Zimmer mit einschlägigen Buttons, Postern, Reichskriegsflagge und anderen Neonazi-Fanartikeln sorgt zum Beispiel ein User-Klick auf den Kleiderschrank für Wissenswertes rund um den neonazistischen Dresscode und gewährt Einblicke, wie in Form von Kleidungsstücken und erkenntlichem Styling Gesinnung ausgedrückt oder sichtbar vermittelt wird. Ein anderer Klick und schon gibt es Erkenntnisse zur rechten Musikwelt von Liedermachern bis hin zu Rechtsrock-Bands. Gerade der Musikbereich gilt seit Jahren bereits für Teenager als „Einstiegsdroge“ in die rechtsgesinnte Bewegung. Festzustellen ist nämlich, dass eine versuchte und praktizierte rechtsorientierte Beeinflussung immer häufiger bereits von frühen Kindesbeinen an erfolgt – deutlich und augenscheinlich oder aber getarnt und unauffälliger. Auch deshalb geht es um ein genaues und geschärftes Hinsehen, was sich genau mit der Absicht deckt, die das Projekt „Kein Raum für rechts“ verfolgt.

Um das interaktive Zimmer so realitätsnah wie möglich zu gestalten, wurde sich unter anderem an den Funden und Erkenntnissen aus polizeilichen Hausdurchsuchungen orientiert. Zielgruppe des Projekts sind aus Sicht der Initiatoren neben Jugendlichen ebenso Eltern, Lehrkräfte, Multiplikatoren in der Jugendarbeit und in der Familienberatung Tätige.“
(Textquelle: Blick nach Rechts)

Kein Raum für Rechts gibt dir Einblick in eine geheime Welt: Das private Zimmer eines jungen Neonazis. Erkunde in diesem interaktiven Web-Special die gefährliche Gemeinschaft der extrem Rechten. Nur wer diese durchblickt, kann auch etwas gegen sie tun.

Hier gehts in das virtuelle Zimmer: Entdecke die geheime Welt der Neonazis

Bad Nenndorf feiert seinen Sieg über die Rechten

Beharrlichkeit zahlt sich eben doch aus. Nach 8 Jahren ist erstmals wieder Ruhe in Bad Nenndorf, da dieses Jahr die Neonazis das erste Mal ihren jährlich stattfindenden „Trauermarsch“ abgesagt haben.

„Es ist der bürgerliche Protest gewesen, der das hier erreicht hat. Es ist kein Verdienst von Gerichten, es ist kein Verdienst der Polizei. Es ist den Bad Nenndorfern zu verdanken, die auf die Straße gegangen sind und den Rechten durch Verunglimpfung und Freude das Leben so schwer gemacht haben, dass sie in diesem Jahr zu Hause geblieben sind[…]“

Erstmals seit mehr als zehn Jahren haben die Neonazis den „Trauermarsch“ in Bad Nenndorf abgesagt. Rund 300 Gegendemonstranten kamen trotzdem und genossen ihren Triumph.

Quelle: Bad Nenndorf feiert seinen Sieg über die Rechten