Archiv für den Monat November 2018

Umfrage des IKG zu den Vorkommnissen bei der Demo am 10.11.

Liebe Freund*innen,

wie gestern abend besprochen, hier der Link zur Umfrage des IKG zu den Ereignissen am 10. 11. 2018.

Die Umfrage läuft noch bis kommenden Donnerstag

Hier der Link zur Teilnahme an der Umfrage: https://ww3.unipark.de/uc/DemonstrationBielefeld/

Herzliche Grüße

Friederike, Wiebke, Matthias, Michael und Klaus

Advertisements

Einladung zum Plenum am 19.11. zur Demo Nachbesprechung

Liebe Freund*innen,
nach unseren sehr erfolgreichen Gegenkundgebungen und den leider nicht ganz so positiven Erfahrungen mit der Polizei, möchten wir euch noch einmal ganz herzlich einladen zum

Plenum
am kommenden Montag, 19. 11. 2018 um 19.30 Uhr
im Haus der Kirche, Markgrafenstr. 7

Unser einziger Tagesordnungspunkt ist die Nachbetrachtung und Auswertung der Demos/Kundgebungen vom 10. 11.2018.


Wir erhalten täglich Gedächtnisprotokolle, Schilderungen von Erfahrungen oder Stellungnahmen zu den Ereignissen.
Unser Appell an euch alle: bitte schreibt eure Erfahrungen vom letzten Samstag auf und sendet sie uns zu, denn es wird noch eine Nachbesprechung mit der Polizeiführung geben müssen, dafür sind diese Daten und Fakten sehr wichtig.

Anbei senden wir euch den Link zu unserer Presseerklärung vom 11.11.2018, einen Link zu allen bis gestern erschienenen Zeitungsberichte, den Link zum Nachbericht in der Lokalzeit vom 12.11.2018 sowie eine Pressemitteilung von Rechtsanwält*innen, die bei den Kundgebungen und Aktionen am letzten Samstag als „Legal Teams“ vor Ort waren.

Link zur Presseerklärung des Bündnisses vom 11. 11. 2018: https://bielefeldstelltsichquer.wordpress.com/2018/11/11/pressemitteilung-und-stellungnahme-des-buendnis-gegen-rechts-zu-den-demos-und-dem-polizeieinsatz-bei-den-demos-am-10-11-18-in-bielefeld/

Link zu den Zeitungsartikeln: https://we.tl/t-5m8KLr6k68

Link zur Lokalzeit OWL vom 12.11.2018: https://www.facebook.com/wdrlokalzeitowl/videos/2019293271464017/

Pressemitteilung des „Legal Teams“: https://bielefeldstelltsichquer.files.wordpress.com/2018/11/pm-13-11-2018.pdf

Herzliche Grüße
Friederike, Wiebke, Matthias, Michael und Klaus

Lesung: »Jenny und Ruth«

Erinnern in OWL: Zwei jüdische Autorinnen aus Ostwestfalen – Lippe

Selbst Kennerinnen und Kenner der westfälischen sowie der deutsch-jüdischen Literatur wissen so gut wie nichts über jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen.
Doch es gab diese Autorinnen und Autoren. Ihre Spuren wurden oftmals übersehen, vergessen, verdrängt, vertilgt.
Mit der Lesung »Jenny und Ruth – zwei jüdische Autorinnen aus OWL« möchte der Literaturzirkel OWL e. V. In Kooperation mit der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. das Leben und Werk dieser Autorinnen vorstellen sowie auf ein dunkles Kapitel Heimatgeschichte aufmerksam machen.
Die aus Paderborn stammende Jenny Aloni wanderte nach Israel aus und Ruth Michaelis-Jena aus Detmold emigrierte nach Schottland. Im Rahmen der Lesereihe »Erinnern in OWL« wird am Beispiel von Jenni Aloni und Ruth Michaelis-Jena exemplarisch auf jene Schwierigkeiten eingegangen, mit denen Literatinnen und Literaten in der neuen Heimat und im Exil zu kämpfen hatten.
Die Veranstaltung setzt sich aus Kurzbiographien, Lyrik und Prosatexten der Autorinnen zusammen, die von der professionellen Sprecherin Oona Kastner vorgetragen werden. Der Klarinettist Lothar Henkenjohann begleitet sie musikalisch mit Klezmer-Musik. Die Veranstaltung wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

• Was: Lesung: »Jenny und Ruth«
Erinnern in OWL: Zwei jüdische Autorinnen aus Ostwestfalen-Lippe

• Wer: Stimme: Oona Kastner / Musik: Lothar Henkenjohann

• Wann: Sonntag, 18.11.2018, 16:00 Uhr

• Wo: Bürgerwache am Siegfriedplatz, Rolandstr. 16, 33615 Bielefeld, Saal (Raum 007, EG.)

• Veranstalter: Literaturzirkel OWL in Kooperation mit der BI Bürgerwahe e.V.

• Eintritt frei / Spenden erwünscht

Pressemitteilung und Stellungnahme des „Bündnis gegen Rechts“ zu den Demos und dem Polizeieinsatz bei den Demos am 10.11.18 in Bielefeld

Das Bielefelder Bündnis gegen Rechts bedankt sich bei allen Bielefelder*innen, die den Aufrufen zu unseren Kundgebungen und Demonstrationen gefolgt sind. Rund 10.000 Menschen haben erneut ein klares und eindrucksvolles Zeichen für unsere bunte und vielfältige Stadt und gegen Antisemitismus, Holocaustleugnung sowie jede Form von Menschenfeindlichkeit gesetzt.

Die Demonstrationsfreiheit ist ein Grundrecht, das für alle gilt. Es steht für Demokrat*innen nicht zur Disposition, auch wenn es, wie beim gestrigen Aufzug der Neonazis, nur schwer erträglich ist, dass Demokratiefeinde dieses Grundrecht ebenfalls in Anspruch nehmen.

Wir üben jedoch entschiedene Kritik an Taktik und Strategie der Polizei.
Bereits im Vorfeld hat sie ein Bedrohungsszenarium aufgebaut, um die Zivilgesellschaft einzuschüchtern und sie von einer Teilnahme an unseren Aktivitäten abzuhalten. Es wurde versucht legitimen Protest gegen Nazis zu kriminalisieren. Durch den Einsatz von Wasserwerfern, Räumpanzern, Pferdestaffeln und die 1.700, teilweise paramilitärisch ausgerüsteten, Polizeibeamten aus dem gesamten Bundesgebiet wurde die Innenstadt über mehrere Stunden in einen Ausnahmezustand versetzt. Dieses für unsere Stadt bisher beispiellose Einsatzkonzept der Polizei hat viele Bielefelder*innen sehr verstört. Wir fühlten uns bei den von uns angemeldeten Demonstrationen von der Polizei nicht beschützt, sondern eindeutig feindselig bedroht und kriminalisiert. Räumpanzer und Wasserwerfer waren präventiv auf unsere Demonstrationsteilnehmer*innen gerichtet. Die Arbeit von Anwält*innen wurden von Anfang an massiv eingeschränkt, durch Falschinformationen verhindert oder durch rüden Polizeinsatz unterbunden.

Die im Vorfeld getroffenen Vereinbarungen damit die Demoteilnehmer*innen zu den Kundgebungsstandorten kommen konnten, wurden nicht eingehalten, indem Kontrollstellen früher als zugesagt geschlossen wurden. Auch die vereinbarten Möglichkeiten zwischen den einzelnen Orten wechseln zu können, wurden nicht eingehalten. Wir fühlen uns in unserem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit beschnitten. Mehrere tausend Menschen konnten die gewünschten Kundgebungen nicht erreichen. [1]

Das Bielefelder Bündnis gegen Rechts war sowohl in der Vergangenheit, als auch am vergangenen Samstag, ein verlässlicher Veranstalter des zivilgesellschaftlichen Protests, welches gut mit der Polizei kooperiert und stets die Gewähr für den gewaltfreien Verlauf der Veranstaltungen übernommen hat. Wir sehen uns aber nicht als „Servicepartner“ der Polizei, damit diese es einfacher hat, Faschisten einen Weg durch die Stadt zu ermöglichen. Mit dem gestrigen Einsatz hat die Polizei der Zivilgesellschaft geschadet und den geübten Weg des Konsenses verlassen.
Wir werden in den nächsten Wochen eine politische und auch ggflls. rechtliche Aufarbeitung des überzogenen, unverhältnismäßigen und unangemessenen Einsatzes der Polizei vorantreiben und über Konsequenzen beraten.

[1] Durch die Sperrzone waren Wechsel zwischen den Versammlungsorten nur nördlich über die Beckhausstraße und südlich über die Sparrenburg-Promenade möglich. Daraus resultieren zum Beispiel folgende unverhältnismäßige und unangemessene Entfernungen:
• Bahnhof – Kesselbrink: ca. 4,7km über Beckhausstraße statt ca. 200 Meter direkt
• Jahnplatz- Rathaus: ca. 3,0 km über die Sparrenburgpromenade statt ca. 200 Meter direkt

#bi1011

Mobimaterial für die Demo am 10.11.

Ab sofort stehen die Materialien zum Selbstausdrucken zur Verfügung.

Der DIN A5 Flyer:
https://bielefeldstelltsichquer.files.wordpress.com/2018/11/flyer-holocaustleugnung_web.pdf

Das DIN A3 Plakat:
https://bielefeldstelltsichquer.files.wordpress.com/2018/11/plakat-demo-10-11-18.pdf

Außerdem könnt ihr euch ab morgen nachmittag (06.11.) fertige Flyer zum Verteilen am Empfang im Haus der Kirche in der Markgrafenstr.7 abholen!

Ausstellungseröffnung „Warum schreibst du mir nicht?“

am Montag 5.11. um 19 Uhr | VHS Bi, Ravensbergerpark 2

mit Mirjam Huffener , Lotty Veffer Foundation –  musikalischer Beitrag Lebenslaute

Mit Briefen und Postkarten, Tagebuchfragmenten, Fotos und Filmen aus Ghettos und Konzentrationslagern
berichtet die Ausstellung über die Verfolgung von Juden, Roma und Sinti sowie Gegnern des nationalsozialistischen
Regimes im Vorfeld und während des Zweiten Weltkriegs. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen fünf Menschen,
wir folgen ihnen durch Deutschland, die besetzten Niederlande, die NS-Lager und Ghettos in Polen bis zu
ihrem Tod oder der Befreiung.

Öffnungszeiten: Mo, 5. November 2018 – So, 20. Januar 2019 täglich 10 – 18 Uhr, zu den Veranstaltungsterminen und nach Vereinbarung. Eintritt frei!

Es findet ein umfangreiches Rahmenprogramm statt, siehe Anhang. Ausstellungsführungen und Workshops auch für Schulklassen nach Vereinbarung.

 

Details zu den Aktionen gegen den Neonaziaufmarsch am 10.11. in Bielefeld

Nach dem Kooperationsgespräch folgen hier jetzt die Details zu den Kundgebungen und Umzügen am Samstag, den 10.11. gegen den Neonaziaufmarsch in Bielefeld.

 

 

Den Auftakt macht um 12.30 Uhr die Kundgebung am Hauptbahnhof. Dort wollen wir mit möglichst vielen Menschen die Neonazis gebührend in Empfang nehmen. Die Faschos werden sich dort ab ca. 13 Uhr sammeln und wollen im Anschluss durch die Bielefelder Innenstadt ziehen

Nachdem wir sie dort in Empfang genommen haben, könnt ihr euch durch die Innenstadt in Kleingruppen zu den anderen Kundgebungen bewegen, die allesamt gegen ca. 13.30 / 14 Uhr starten werden. Die genauen Startzeitpunkte dort stimmen wir natürlich mit dem Ablauf am Hauptbahnhof ab.

 


Die einzelnen Kundgebungen im Überblick:

ab ca. 12.30 Uhr 
Hauptbahnhof
Kundgebung und Mahnwache mit Redebeiträgen und ein wenig Musik der Brasskombo Atemgold09. Um rechtzeitig vor den ersten Neonazis da zu sein, sammeln wir uns dort bereits ab ca. 12 Uhr.

ab ca. 13.30 Uhr
Kesselbrink „Tanz für Toleranz“
Kundgebung mit Redebeiträgen und viel Musik von einigen Bielefelder DJs aus der Club Szene. Anschließend gibt es einen Protestzug zum Willy-Brandt-Platz.

Rathaus
Kundebung u.a. der Bielefelder Initiative #WirSindMehr

Jahnplatz
Kundgebung des DGB mit großer Bühne, Redebeiträgen und Rockmusik

Paulusstraße
Kundgebung des Welthauses Bielefeld

Arndtstraße/Friedensstraße
Kundgebung der SPD Bielefeld

Stadtwerke
Kundgebung des Betriebsrates der Stadtwerke und ver.di

Turnerstraße / Gedenkstein ehemalige Synagoge
Mahnwache der Deutsch-Israelischen Gesellschaft

Bahnhof Quelle / JVA Ummeln
Kundgebung und Umzug zur JVA Quelle

Und als Abschluss würden wir uns wünschen, dass ihr alle wieder zurück zum Hauptbahnhof kommt, damit wir die Neonazis auch wieder gebührend auf Nimmerwiedersehen verabschieden können.

Die Kundgebung am Hauptbahnhof wird erst beendet werden, wenn wir sicher sind, das auch wirklich alle Neonazis Bielefeld wieder verlassen haben und auf der Rückreise sind.


Die Polizei hat uns zugesagt, dass das Wechseln zwischen den einzelnen Kundgebungen möglich sein wird, allerdings kann es vorkommen, dass das zum Teil nicht auf direktem Wege möglich ist oder, bei Durchzug des Naziaufmarsches, kurzfristig auch mal gar nicht geht.

Wir werden euch zwischendurch auf allen Kundgebungen immer wieder über Durchsagen auf dem laufenden halten, wenn sich etwas an den Abläufen verändert oder es wichtige Neuigkeiten gibt.


Bitte denkt bei eurer Anreise unbedingt daran, dass auch die Neonazis irgenwie anreisen werden und kommt am besten in kleinen Grüppchen und bildet Bezugsgruppen.

Da der Tag lang werden kann und es bereits November ist, packt euch bitte entsprechend warm ein und nehmt euch genug Verpflegung mit.

Und noch eine Bitte:
Verzichtet bitte an dem Tag unbedingt auf das Mitführen von Glasflaschen und ähnlichen Behältnissen.


Weitere Infos folgen.

#bi1011 #nonazisbi #Bielefeld


Details findet ihr auch auf Facebook in der entsprechenden Veranstaltung hier:
https://www.facebook.com/events/293856377886274/