Historisches Konzert vom Sobibor-Überlebenden Jules Schelvis

Wir möchten mit folgender Einladung, die uns zugeschickt wurde, auf eine besondere Veranstaltung im kommenden Juli hinweisen:

„Eine herzliche Einladung zu einem besonderem Konzert am 2. Juli in Berlin:

Einige von Ihnen/euch kennen Jules Schelvis (Sobibor-Überlebender) von seinen Besuchen in Bielefeld, sein Berichten über die Deportationen aus den Niederlanden in das Vernichtungslager Sobibor, sein Forschen über Sobibor und sein stetes Bemühen, an die dort ermordeten Juden und Jüdinnen zu erinnern, ihnen gerecht zu werden. Er mutet sich viel zu, auch mit diesem Projekt:

Es fuhr einZug nach Sobibor
Historisches Konzert vom Sobibor-Überlebenden Jules Schelvis (93)
und dem Niederländischen Nationalen Symphonie- und Kammerorchesters 

[…]

Am Mittwoch, den 2. Juli um 20.30 Uhr findet ein einzigartiges Gedenkkonzert in der Martin Luther Kirche in Berlin statt. Während des Konzerts erzählt Jules Schelvis, Überlebender der Vernichtungslager Sobibor und Auschwitz und sieben weiterer Konzentrationslager, in deutscher Sprache über die 72 Stunden lange Reise zum Vernichtungslager Sobibor. Dort wurden im Zweiten Weltkrieg rund 34.000 Juden aus den Niederlanden ermordet. Der Zeugenbericht von Jules Schelvis wird mit Musik vom Nationalen Symphonie- und Kammerorchester begleitet. Die Veranstaltung wird unterstützt durch einzigartige historische Bilder aus dem Archiv des Niederländischen Instituts für Bild und Ton.

Die Konzerttournee symbolisiert den Transport zum Vernichtungslager:
das Konzert in Berlin ist das Zweite einer Reihe, die in Amsterdam beginnt und über Deutschland (Berlin) nach Sobibor in Polen führt (im nahe gelegenen Lublin wird das 3. und letzte Konzert stattfinden). Diese drei Konzerte symbolisieren „die Reise“, die vor 71 Jahren stattfand. Am 1. Juni 1943 wurde Schelvis, gemeinsam mit seiner Frau Rachel und ihrer Familie und 3.000 weiteren Juden aus den Niederlanden, von Westerbork in Viehwagons zum Vernichtungslager Sobibor transportiert. Fast alle, auch seine Frau Rachel, wurden direkt nach der Ankunft vergast. Jules gehörte zu den 81 jungen Männern, die ausgewählt wurden, um an anderer Stelle als „Arbeitsjuden“ in Polen und Deutschland zu arbeiten. Nach dem Krieg hat sich herausgestellt, dass er der einzige Überlebende seines Transports ist.

Mehr unter www.erreedeentreinnaarsobibor.nl

(Der Text stammt aus einer Einladung zu dieser Veranstaltung, die uns digital zugesendet wurde)

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Veröffentlicht am 30. Juni 2014, in Termine. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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