Veranstaltung: Naziterror und Verfassungsschutz, 20.04.2012 Bürgerwache Bielefeld

Eine Einladung des Vereins ‚Argumente und Kultur gegen Rechts e.V.‘:

 

Naziterror und Verfassungsschutz

Hintergründe und Auswirkungen des Skandals um den »Nationalsozialistischen Untergrund«

Zehn Tote, Sprengstoffanschläge und diverse Banküberfälle gehen auf das Konto des Nationalsozialistischen Untergrunds. Unter den Augen des Verfassungsschutzes entwickelte sich aus einer regionalen Nazi-Kameradschaft, dem Thüringer Heimatschutz, der
»Nationalsozialistische Untergrund« (NSU). Anführer des Thüringer Heimatschutzes war der V-Mann Timo Brandt.

Seit dem Jahr 2000 zogen drei der Aktivisten des NSU mordend und raubend durch die Bundesrepublik. Die Polizei suchte einen »Döner-Killer« und konzentrierte ihre Ermittlungen auf das migrantische Milieu. Es lag außerhalb der Vorstellungswelt der bundesdeutschen Sicherheitsbehörden, dass Rassismus und Naziterror den Hintergrund für diese Mordserie darstellten. Schutzgelderpressung, Drogenhandel, dies waren die Kategorien, in denen die Sicherheitsbehörden dachten. Sie offenbarten
damit ihren eigenen Rassismus.

Was ist davon zu halten, wenn die bundesdeutsche Politik nun ihr Heil im weiteren Ausbau dieser Apparate sucht? Was ist davon zu halten, wenn Zentraldateien ein Problem lösen sollen, das tatsächlich auch dem strukturellen Rassismus von Behörden geschuldet ist?

Und ähnliche Fragen muss sich auch die kritische und antifaschistische Öffentlichkeit gefallen lassen. Auch sie akzeptierte die rassistischen Interpretationen von Polizei und Medien. Wir waren nicht da und wir hörten nicht hin, als 2006 in Kassel und Dortmund MigrantInnen in großen Demonstrationen auf die Straße gingen und unter dem Motto »Kein zehntes Opfer« auf den rassistischen Hintergrund der Mordserie hinwiesen.

Neben den Hintergrundinformationen, die die ReferentInnen geben können, werden wir diese Fragen diskutieren.

Es referieren:

Kerstin Köditz

Mitglied des Landtages in Sachsen, Obfrau der LINKEN im Innenausschuss, seit 2010 Mitglied der Parlamentarische Kontrollkommission, also des Gremiums, das die Arbeit des Landesamtes für Verfassungsschutz in Sachsen überwachen soll.

Volkmar Wölk

Einer der besten Kenner der extremen Rechten nicht nur in Deutschland sondern auch im europäischen Ausland. Autor vieler Publikationen zum Themenkreis, Ortvorsitzender der LINKEN in Grimma und Mitglied des DGB-Vorstandes im Landkreis Leipzig.

Wann: Freitag, den 20.04.2012 um 20:00 Uhr

Ort: Bürgerwache am Siegfriedsplatz, Raum 07 (Saal, EG.)

Veranstalter: Argumente und Kultur gegen Rechts e.V.

 

Im Folgenden als pdf-Dateien das Flugblatt (A4-Format) und der Flyer (A5-Format) zu dieser Veranstaltung. Die Weiterverbreitung ist ausdrücklich erwünscht.

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Veröffentlicht am 11. April 2012, in Aktuelles aus Bielefeld, Termine. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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