Nachtrag zur Presseerklärung vom 29.12.2011

In der vom Bielefelder „Bündnis gegen Rechts“ am 29.12.2011 unter der Überschrift: „Anti-Nazi-Demo: Bündnis hat Fragen an die Polizei“ abgegebenen Presseerklärung heißt es u.a.

(02.01.2012)

(…)
Bereits nach kurzer Zeit (Heeper Str. an der Bahnunterführung) kam es zu einem gewaltsamen Übergriff auf einen Beobachter der Demonstration, an dem namhafte Neonazis beteiligt waren, die gleichzeitig Funktionen bei dem Aufzug übernommen hatten. Angegriffen wurde der Beobachter von Peter Hallmann, einem führenden Neonazis in Ostwestfalen, der aus Leopoldshöhe heraus ein wichtiger Organisator neonazistischer Aktivitäten in der gesamten Region ist. Peter Hallmann hielt kurz nach seinem Angriff seine Rede im Rahmen des Naziaufmarsches.
Ebenfalls zu den Angreifern zählte Daniel B. aus A., der als Ordner (Binde erkennbar*) eingesetzt war. B. ist ein neonazistischer Gewalttäter, der erst in diesem Jahr nach einer Verurteilung zu 3 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wurde.
Als dritter Angreifer war Sven Skoda selbst, der Anmelder und Versammlungsleiter des Naziaufmarsches war, beteiligt.
Dieser Angriff ist durch Videoaufnahmen (WDR) und durch eine Fotoserie dokumentiert, die dem „Bündnis gegen Rechts“ sowie den Medien vorliegen.
Aus dem letztgenannten Vorfall ergeben sich zumindest folgende Fragen:

1. Warum wurde der Aufmarsch nach dem Angriff aus dem Naziaufmarsch heraus nicht abgebrochen?
2. Wird gegen die drei eindeutig identifizierten Neonazis aufgrund ihres Angriffes ermittelt?
(…)

Soweit die Presseerklärung des Bielefelder „Bündnisses gegen Rechts“.
[* Korrektur zur Presseerklärung: Daniel B. trug keine Order- sondern eine Sanitäterbinde um den Arm]

Laut Neue Westfälische und Westfalenblatt vom 30.12.2011 will die Polizei von einer Attacke der Nazis nichts mitbekommen haben. »Wenn überhaupt sind die Aggressionen von den Gegendemonstranten ausgegangen«, so der Polizeisprecher Schultz. Und weiter meinte Schultz, ermittelt werde bislang nur gegen drei Personen aus dem linken Lager, unter anderem wegen Widerstands.

Die folgende Fotoserie belegt die Behauptung des Bielefelder „Bündnisses gegen Rechts“:

Bild 1: Peter Hallmann (Jeans, helle Jacke, Rucksack) und Daniel B. (hellgraue Hose und dunkle Jacke mit Armbinde) beginnen ihren Angriff
 
 
 
Bild 2: Peter Hallmann und Daniel B. stürmen weiter vor
 
 
 
 
Bild 3: Peter Hallmann und Daniel B. greifen einen Beobachter des Nazi-Aufmarsches an
 
 
 
 
Bild 4: Peter Hallmann und Daniel B. greifen weiter an. Die Polizei versprüht Reizgas auf die Angreifer und (!) auf den Angegriffenen
 
 
 
 
Bild 5: Die Polizei zieht Peter Hallmann vom Opfer weg während Daniel B. die Flucht antritt
 
 
 
 
Bild 6: Sven Skoda (weiße Jacke mit grünen Schulterteil) mischt sich in den Angriff ein, während Peter Hallmann noch am Boden vor dem Polizisten liegt
 
 
 
Bild 7: Sven Skoda ergreift nun auch den Beobachter
 
 
 
 
Bild 8: Sven Skoda wird von Polizei überwältigt (Peter Hallmann und Sven Skoda werden kurz nach dieser Szene von der Polizei zurück in den Aufmarsch der Neonazis geschoben. Daniel B., war bereits zuvor unbehelligt zu seinen „Kameraden“ zurückgekehrt)
 
 
Bild 9 und Bild 10: Wenig später halten sowohl Peter Hallmann als auch Sven Skoda jeweils eine Rede im Rahmen des Nazi-Aufmarsches
 
 
 
 

Advertisements

Veröffentlicht am 2. Januar 2012, in Aktuelles aus Bielefeld, Bielefeld 2011, Bielefelder "Bündnis gegen Rechts". Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Auf dem letzten Foto trägt Sven Skoda Quarzsandhandschuhe. Auch das ist ein Verstoß:

    „In Deutschland ist das Tragen von Quarzsandhandschuhen für Privatpersonen weitestgehend gestattet. Grundlage hierfür ist der Feststellungsbescheid des Bundeskriminalamtes. Ausgenommen sind alle Veranstaltungen, die dem Versammlungsgesetz unterliegen, da diese Handschuhe dazu geeignet sind, „Vollstreckungsmaßnahmen eines Trägers von Hoheitsbefugnissen abzuwehren“ (§17 Versammlungsgesetz).“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Quarzsandhandschuh#Deutschland

  2. war auch am 24.12. mit meiner frau dabei.
    wenn ich mir so unsere polizei, bundeswehr und verfassungsschutz
    organe die letzten 30 jahre rückblickend anschaue, bin ich mir sicher, dass sie sehr große sympathien mit den rechten haben. wir normalen bürger/demonstranten waren für sie das eigentliche übel. das ist schon traurig. diese organe sind kein staat im staate, sondern haben für alle bürger und bürgerinnen da zu sein. wir bezahlen sie schließlich auch.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s